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Krypto-Trading für Anfänger: Diese Grundlagen zählen

Krypto-Trading Grundlagen einfach erklärt. Die wichtigsten Begriffe, von Daytrading bis zu Candlestick-Charts: Ein Überblick.

Markus Maier
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Bitcoin-Münze und verschwommene Candle-Sticks

Beitragsbild: Shutterstock

| Die wichtigsten Begriffe und Konzepte

Bitcoin und andere Kryptowährungen sind mittlerweile ein fester Bestandteil der Investmentlandschaft. Während viele Anleger Kryptowährungen kaufen und langfristig halten, versuchen andere gezielt von der teilweise hohen Volatilität zu profitieren: Sie traden. Das kann sich lohnen, Anleger sollten sich aber der Risiken bewusst sein. Wer mit dem Krypto-Trading anfangen will, sollte die Grundlagen und Funktionsweisen der Materie kennen.

Was ist Krypto-Trading?

Unter Krypto-Trading wird der aktive Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder Solana verstanden. Der Handel läuft über Börsen und Broker wie beispielsweise Bitpanda oder Bitvavo. Ziel ist es, mit kurz- bis mittelfristigen Kursbewegungen Gewinne zu erzielen, also günstig zu kaufen und teurer zu verkaufen. Beim sogenannten HODLing bleiben Coins dagegen über Monate oder Jahre im Depot. Gehandelt werden Kryptowährungen gegen Fiat-Währungen wie Euro oder US-Dollar, gegen Stablecoins wie USDT oder USDC sowie gegen andere Kryptowährungen.

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Welche Arten des Tradings gibt es?

Trader bedienen sich unterschiedlicher Strategien, die sich vor allem im Zeithorizont der Position unterscheiden.

So funktioniert Daytrading

Eine der meistgenutzten Formen ist das Daytrading. Wie der Name bereits nahelegt, werden Positionen dabei innerhalb eines Tages geöffnet und geschlossen. Ziel ist es, von kurzfristigen Kursschwankungen zu profitieren. Dafür eignen sich Kryptowährungen gut, da sie sich teilweise durch eine hohe Volatilität auszeichnen und rund um die Uhr handelbar sind. Neben ständiger Marktbeobachtung und Disziplin ist für Trader auch die technische Analyse wichtig, etwa mit Charts und Indikatoren wie dem RSI oder gleitenden Durchschnitten. Fehleinschätzungen und emotionale Entscheidungen führen beim Daytrading allerdings schnell zu Verlusten. Für Anfänger ist es daher ein schwieriges Unterfangen, an das sie sich langsam herantasten sollten. Als Unterform des Daytradings lässt sich das Scalping verstehen. Hier werden Positionen nur Sekunden bis Minuten gehalten, um kleine Kursbewegungen mitzunehmen.

Beim Swing-Trading sind Positionen darauf ausgelegt, Kursschwankungen (“Swings”) innerhalb eines Trends zu handeln. Sie bleiben meist mehrere Tage bis Wochen offen. Anders als beim Daytrading ist der ständige Blick auf den Chart daher nicht zwingend nötig. Als Werkzeuge dienen Tradern die technische Analyse, also etwa Trends, Unterstützungen und Widerstände, sowie die Fundamentalanalyse. Das Risiko beim Swing-Trading entsteht vor allem dadurch, dass unerwartete Nachrichten die Kurse plötzlich bewegen und eine über Tage oder Wochen laufende Position ins Minus drehen können.

Margin-Trading: Nur für Profis?

Das Margin-Trading ist an sich keine eigene Strategie, sondern eine Handelsform, die sich mit dem Daytrading und dem Swing-Trading kombinieren lässt. Dabei leihen sich Trader Geld von einer Börse oder einem Broker, um eine größere Position einzugehen, als es ihr Guthaben erlauben würde. Man spricht deshalb auch vom Handel mit Hebel. Der springende Punkt: Der Hebel vergrößert nicht nur die Gewinne, sondern auch die Verluste. Anfängern ist davon zunächst abzuraten. Denn schon kleine Kursbewegungen gegen die eigene Position können zu hohen Verlusten führen. Hinzu kommen Gebühren für das geliehene Kapital, die je nach Haltedauer erheblich sein können.

Order Book und Ordertypen einfach erklärt

Unter dem Order Book versteht man eine Liste aller offenen Kauf- und Verkaufsaufträge für ein bestimmtes Handelspaar, beispielsweise BTC/USD. Bids sind die Kaufgebote, also die Preise, die Käufer für ein Asset zu zahlen bereit sind. Asks sind die entsprechenden Verkaufsangebote. Treffen Bid und Ask zusammen, kommt ein Trade zustande. Aus diesen Abschlüssen ergibt sich auch der aktuelle Kurs.

Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem höchsten Bid und dem niedrigsten Ask. Ein kleiner Spread lässt auf einen liquiden Markt schließen. Das Orderbuch zählt zu den wichtigsten Werkzeugen eines Traders, da sich darüber die Marktlage einschätzen lässt. Ein wichtiger Unterschied zwischen Börsen und Brokern: Börsen führen ein Order Book, Broker stellen hingegen selbst die Preise für verschiedene Assets und handeln direkt mit ihren Kunden.

Trader können verschiedene Ordertypen nutzen. Eine Market-Order wird sofort zum besten verfügbaren Preis ausgeführt, die Angebote werden dabei direkt aus dem Orderbuch genommen. Der Vorteil ist die schnelle Ausführung. Vor allem in volatilen oder illiquiden, also wenig gehandelten, Märkten kann der tatsächliche Ausführungspreis allerdings deutlich vom erwarteten Kurs abweichen.

Was eine Limit-Order ist

Ein Kauf oder Verkauf zu einem festgelegten oder besseren Preis wird als Limit-Order bezeichnet. Der Trader behält damit die volle Kontrolle über den Preis, riskiert aber, dass die Order nie ausgeführt wird.

Bei der Stop-Loss-Order wird automatisch eine Verkaufsorder ausgelöst, sobald der Kurs einen festgelegten Stop-Preis erreicht. Mit dieser Art der Order lassen sich Verluste begrenzen. Bei schnellen Kursstürzen kann der Ausführungspreis aber deutlich unter dem Stop-Preis liegen.

Die Stop-Limit-Order verbindet die Stop-Loss- mit der Limit-Order. Wird der festgelegte Stop-Preis erreicht, platziert die Börse automatisch eine Limit-Order. Der Trader behält somit die volle Kontrolle über den Verkaufspreis. Fällt der Kurs allerdings zu rasch unter das gesetzte Limit, wird die Order unter Umständen nie ausgeführt.

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Candlestick-Charts und wie sie gelesen werden

Candlestick-Charts stellen den Kursverlauf in Form von Kerzen dar, wobei jede Kerze für einen festen Zeitraum steht. Dieser kann von einer Minute über eine Stunde bis hin zu einem Tag oder einer Woche reichen. Daytrader nutzen eher kurze, Swing-Trader eher längere Zeiträume.

Jede Kerze enthält vier Informationen: den Eröffnungs- und den Schlusskurs sowie den Höchst- und den Tiefstkurs im jeweiligen Zeitraum. Der dicke Teil einer Kerze, der sogenannte Körper, zeigt die Spanne zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs an. Die dünnen Linien darüber und darunter, die Dochte, markieren Höchst- und Tiefstkurs. Eine grüne Kerze steht für einen gestiegenen Kurs, eine rote für einen gefallenen. Ein ausgeprägter Körper bedeutet eine starke Bewegung. Ein langer Docht zeigt, dass der Kurs zwischenzeitlich stark ausgeschlagen ist, dann aber wieder zurückgekommen ist.

Eines der bekanntesten Muster ist der Doji, bei dem Eröffnungs- und Schlusskurs nahezu gleich sind. Der Körper ist dann sehr klein, was auf Unentschlossenheit am Markt hindeuten kann. Solche Muster liefern Hinweise, sind aber kein Garant für einen bestimmten Kursverlauf. Trader nutzen Candlesticks daher als ein Werkzeug unter mehreren.

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