Künstliche Intelligenz könnte nach Ansicht des KI-Risikoexperten Liron Shapira eine bislang unterschätzte Gefahr für Bitcoin darstellen. Auf X erklärte der Moderator des Podcasts “Doom Debates”, er halte es mit einer Wahrscheinlichkeit von 50 Prozent für möglich, dass der Bitcoin-Kurs innerhalb der kommenden zwei Jahre mehr als die Hälfte seines Wertes verliert.
Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin reagierte noch am selben Tag und wies die düstere Prognose entschieden zurück. Sein Vertrauen in die langfristige Sicherheit von Bitcoin geht offenbar so weit, dass er sein eigenes Vermögen als Einsatz betrachtet.
Das größte Risiko für Bitcoin liegt im Übergang
Shapira begründet seine Warnung nicht mit einer sinkenden Nachfrage nach Bitcoin. Er fürchtet vielmehr, dass leistungsfähigere KI-Systeme jene Sicherheitsgarantien schwächen könnten, auf die sich Besitzer der Kryptowährung verlassen. Welcher Teil der technischen Infrastruktur besonders gefährdet sein soll, ließ er allerdings offen.
Das Bitcoin-Netzwerk wird durch Rechenleistung und kryptografisches Hashing geschützt. Buterin hält es für nahezu ausgeschlossen, dass KI den Proof of Work oder die zugrunde liegenden Verfahren in absehbarer Zeit knacken kann. Technische Angriffe auf einzelne Clients oder Mining-Pools betrachtet er als lösbare Probleme, sofern dafür keine grundlegende Einigung der gesamten Community erforderlich ist.
“Ich bin langfristig sehr optimistisch in Bezug auf Cybersicherheit und die größte Herausforderung sehe ich im Übergang. Ich gehe davon aus, dass Bitcoin zumindest alle Probleme, die keinen sozialen Konsens erfordern, gut bewältigen wird (dazu gehören beispielsweise die Aktualisierung von Clients, Mining-Pools usw., um Angriffe auf die Netzwerkschicht abzuwehren)”, so Buterin auf X.
Er erklärte zudem, dass er angesichts seiner Bestände bereits rund 90 Prozent seines Vermögens auf die Gegenthese gesetzt habe. Dabei gehe er davon aus, dass Shapira seine Einschätzung ebenso auf Ethereum beziehe.
