5 verrückte Geschichten über verlorene Bitcoin

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5 verrückte Geschichten über verlorene Bitcoin

Mythen und Sagen ranken sich um den Verbleib verlorengegangener Bitcoin. Unübertroffen ist aber das mutmaßlich auf alle Ewigkeit vernichtete BTC-Vermögen von Bitcoin-Schöpfer Satoshi Nakamoto. Eine kurze Geschichte über die Kuriositäten der Kryptographie.

Kryptographie schön und gut. Aber was, wenn man aus einer Unachtsamkeit heraus seinen Private Key verliert? Pech gehabt. So einfach ist das leider. Die SHA-256-Hashfunktion ist für die Sicherheit im Bitcoin-Netzwerk eine gute Sache. Nicht umsonst steht SHA für „Secure Hash Algorithm“.

Und mit der Sicherheit hat es Nakamoto wirklich genau genommen. Denn sowohl das Bitcoin Mining als auch die mathematische Verknüpfung zwischen Public Key und der Adresse beruht auf SHA-256. Und der ist wirklich bombensicher. Key-Kollisionen sind mathematisch extrem unwahrscheinlich.

Es ist wahrscheinlicher, eine im Atlantik versenkte Goldmünze wiederzufinden, als per Zufall einen passenden Private Key zu erraten.

Ergo: Die Wahrscheinlichkeit, verlorene Bitcoin-Keys wiederzufinden, tendiert gegen Null. Was für den einzelnen Bitcoin-Enthusiasten einer Katastrophe gleichkommen kann, führt mitunter zu kuriosen Stories. Hier sind fünf Fälle über verlorene BTC.

1. James Howells kafkaesker Kampf gegen den Müll

Gleich zu Beginn ein Klassiker. Erinnert ihr euch dunkel an den Typen, der auf einer Müllkippe nach Bitcoin graben wollte? Sein Name ist James Howells und er hat mittlerweile die Seiten gewechselt. Offenbar hält er jetzt Bitcoin Cash die Stange:

Seinerzeit versenkte Howells (oder einer seiner Kollegen, so genau weiß man es nicht) eine Festplatte mit 7.500 fein säuberlich geschürften BTC auf einer Waliser Mülldeponie. Seither machte der Software-Entwickler durch seinen beharrlichen Kampf gegen die Behörden seiner Gemeinde Newport Schlagzeilen. Denn anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, schickte sich der Computeringenieur an, die Deponie nach seinem Schatz abzusuchen. Bisher jedoch ohne Erfolg.

2. Wired zerstört freiwillig 13 BTC

Ähnlich absurd ist die Story von Wired. Das Technik-Magazin widmete der Geschichte um 13 verlorene Bitcoin sogar eine veritable Reportage. Und die geht so: Offenbar bekam das Redaktionsteam von Wired 2013 eine ominöse Gerätschaft der Firma Butterfly Labs zugeschickt. Der viereckige, schwarze Kasten entpuppte sich alsbald als Bitcoin Miner. Man vergisst es schnell, aber das Bitcoin Mining war nicht von Anfang an von gigantischen Farmen nahe des Polarkreises geprägt.

Seinerzeit konnte man noch mit dem heimischen Rechner auf Bitcoin-Jagd gehen. Das tat man so lange, bis man 13 BTC zusammen hatte. Es dauerte allerdings nicht lange, bis man sich die Frage nach der Verwendung der Coins stellte. Verschiedene Vorschläge standen im Raum und aus Ermangelung sinnvollerer Alternativen, entschied sich die Wired-Redaktion, die Coins zu vernichten. „Autsch!“, entfährt es so manchem sicherlich angesichts des heutigen Gegenwerts.

Im Gegenteil zu erstgenanntem Vermögen vernichtete Wired seine 13 geschürften BTC nicht versehentlich, sondern mit Absicht. In vollem Bewusstsein, dass die Coins eines Tages einen „sechs oder siebenstelligen Wert haben könnten“, beschreibt Michael Calore, Redakteur im Technik-Ressort bei Wired.

Ob die Redakteure ihren drastischen Schritt heute bereuen? Man kann nur spekulieren.

3. Elon Musk weiß auch nicht, wo seine BTC abgeblieben sind

Ob Elon Musk nur auf den Mars oder doch auch „to the moon“ will, weiß man bis heute nicht. Der Technik-Fanatiker und Serienentrepreneur Musk machte in der Vergangenheit mehrfach Andeutungen in diese Richtung. Ob und welche Kryptowährung er hält, weiß aber bis heute niemand.

Durch einen Tweet im November 2017 ist allerdings bekannt geworden, dass ihm ein Freund seinerzeit etwas Krypto-Geld sendete. Wo die Satoshis abgeblieben sind, weiß er allerdings auch nicht mehr.

Die Beziehung Musks zur Krypto-Szene beruht ohnehin eher auf einer Art koketter Distanz. Erst im Herbst letzten Jahres erlaubte sich der Tesla-Gründer einen Scherz, und imitierte die gerade groß gewordene Scam-Masche, bei der Fakeaccounts prominenter Menschen Gratis-Token versprachen. Kurzerhand sperrte Twitter Musks Konto – und trug damit zur Erheiterung desselbigen bei.

4. Nutzer verwechselt Netzwerkgebühren mit Transaktionsvolumen

Falls sich jemand schon einmal die Frage gestellt hat, ob es für Transaktionsgebühren eine Obergrenze gibt, der sei auf die folgende Story verwiesen. Spoiler: gibt es nicht. Die nächste Geschichte geht in die Annalen der kuriosesten Bitcoin-Transaktionen in der Geschichte der Währung ein. Sie dreht sich um die wohl teuerste Überweisung im Netzwerk.

2016 sorgte nämlich dieser Tweet des Nutzers @ActualAdviceBTC für Aufsehen:

Es scheint, als sei beim Versenden von BTC an eine unbekannte Wallet alles schiefgelaufen, was schieflaufen kann. Der Nutzer oder die Nutzerin hat Bitcoin im Gegenwert von etwa fünf US-Dollar versendet – und dafür Gebühren im aktuellen Gegenwert eines Einfamilienhauses bezahlt.

Vice hatte die Geschichte damals aufbereitet, konnte über die Hintergründe allerdings nicht viel ans Tageslicht bringen. Es bleibt die Erkenntnis, dass Bitcoin als Peer-to-Peer-Währung auf die Eigenverantwortung der Nutzer abzielt. Fehler – sofern es sich in diesem Fall um einen solchen handelt – lassen sich nicht mehr rückgängig machen.

5. Satoshis Vermögen

Sagen und Mythen ranken sich um den Verbleib von Satoshi Nakomotos Bitcoin-Vermögen. Weder weiß man etwas über den Verbleib noch die Höhe des Guthabens des Bitcoin-Schöpfers. Man munkelt, der White-Paper-Autor besaß einst bis zu einer Million BTC – den Private Key, so die Legende, habe er allerdings vernichtet.

Eine Million BTC sei aber einer BitMEX-Untersuchung zufolge etwas zu hoch gegriffen. So viel BTC hätte selbst der Bitcoin-Papst nicht schürfen können. Die Autoren schätzen das Vermögen des reichsten Bitcoin-Besitzers überhaupt auf 600.000 bis 700.000 BTC.

Bei all der Spekulation ist eines indes klar: Falls sich der Bitcoin-Papa jemals dazu entschließt, seinen digitalen Schatz zu bewegen oder gar zu verkaufen, würde das ein Erdbeben in der Szene auslösen.

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