Fed-Geldpolitik Zinssenkung der US-Notenbank – Hat Bitcoins Stunde geschlagen?

David Scheider

von David Scheider

Am · Lesezeit: 3 Minuten

David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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Bitcoin (Symbolbild)

Quelle: Shutterstock

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Die US-Notenbank Fed hat am Dienstag, dem 3. März, den Leitzins gesenkt. Und Bitcoin? Der macht genau da weiter, wo er aufgehört hat. Wieso diese Unabhängigkeit von geldpolitischen Entscheidungen bullish ist.

Notfallzinssenkungen sind selten ein gutes Zeichen. Dass die US-Notenbank Fed am 3. März dieses Jahres eine Senkung des Leitzinses (Federal Fund Rate) von 0,5 Prozent vermeldete, kam für viele Marktbeobachter entsprechend überraschend. Schließlich war für den 3. März kein offizielles Fed-Meeting geplant. Wie ungewöhnlich ein solcher Schritt der obersten geldpolitischen Behörde des Landes ist, zeigt auch ein Blick auf vergangene Notfall-Entscheidungen: Zuletzt hatte die US-Notenbank den Leitzins im Oktober 2008 gesenkt. Genau wie am 3. März dieses Jahres drückte die Fed den Zins um 0,5 Prozent auf effektiv 1 Prozent, allerdings befand sich die Weltwirtschaft anders als dieser Tage mitten in einer Wirtschaftskrise.

Kritiker einer solchen Notenbankpolitik weisen immer wieder darauf hin, dass die Zentralbanken im Falle einer Rezession ihr geldpolitisches Feuer bereits verpulvert haben. Dieses Argument ist nicht von der Hand zu weisen, schließlich befindet sich der Leitzins seit Jahren im Abwärtstrend. Eine stimulierende Wirkung lässt sich kaum noch erzielen, wenn die Zinsen bereits im Vorfeld eines wirtschaftlichen Abschwungs zu stark gesenkt wurden.

Fed-Leitzins seit 2000. Die grauen Felder markieren Rezessionen. Quelle: FRED.

Bitcoiner reiben sich die Hände – zurecht?


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Genau diese Kritik ist Wasser auf die Mühlen der Bitcoin-Hartgeldfraktion. Denn im Gegensatz zu monopolistisch agierenden Zentralbanken gibt es bei Bitcoin keine Entität, die über das Geldmengenwachstum bestimmen kann. Und so gewinnt man den Eindruck, dass sich so mancher Bitcoiner eine baldige Rezession insgeheim herbeiwünschen könnte. Man wartet auf den berühmten I-told-you-so-Moment.

Ob ein weltweiter wirtschaftlicher Abschwung jedoch tatsächlich einen Bitcoin Boom zur Folge hat, daran darf trefflich gezweifelt werden. Schließlich gilt Bitcoin aufgrund seiner Volatilität nach wie vor als höchstspekulatives Asset und ebensolche liquidieren Anleger in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit meist zuerst.

Auch das Narrativ eines sogenannten Safe Haven Asset, also einer Wertanlage, die bei Rezessionen als sicher empfunden wird, erfüllt sich nicht. Denn während der Goldpreis kurz nach der Fed-Ankündigung um gut 3 Prozent gen Norden schießt, tut sich bei der Kryptowährung Nr. 1 herzlich wenig. Das ist aber nicht weiter tragisch.

Denn auf der anderen Seite bestärkt Bitcoins Unabhängigkeit von großen (geld-)politischen Entscheidungen wie der der Fed das Narrativ eines apolitischen und unkorrelierten Asset. Positiv formuliert lässt sich nämlich ins Feld führen, dass der Bitcoin-Kurs genau da weitermacht, wo er vor der Fed-Entscheidung angesiedelt war. Denn wie ein Blick auf digitalik.net zeigt, folgt der Kurs der Kryptowährung Nr. 1 den Modellierungen des Stock-to-Flow-Modells nach wie vor.

Bitcoin Stock-to-Flow-Modell und realer Kursverlauf seit 2016. Quelle: Digitalik.net.

Und so zeigt sich einmal mehr, dass den „Honigdachs“ die große Bühne der weltweiten Notenbankpolitik wenig angeht. Bitcoin muss kein Safe Haven Asset wie Gold sein und bei geldpolitischen Wirren gleich nach Norden ausschlagen, wächst die Kryptowährung weiterhin in dem Maße an, wie es das Stock-to-Flow-Modell vorsieht, reicht das völlig aus. Denn so bleibt Bitcoin, was es ist: ein unabhängiges Gegenangebot zum traditionellen Finanzsektor.



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