Umfrage Zentralbanken genießen hohes Vertrauen für die Herausgabe von digitalen Assets

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Quelle: Shutterstock

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Die Befragten einer weltweiten Verbraucherumfrage würden sich eine digitale Währung lieber von einer Zentralbank ausgeben lassen als von einem Technologie-Unternehmen. Schlechte Nachrichten für Facebooks Libra?

Laut einer globalen Umfrage des Offiziellen Forums der Währungs- und Finanzinstitute (OMFIF) würden sich die Befragten eine digitale Währung lieber von einer Zentralbank ausgeben lassen, als von einem Technologie-Unternehmen. Auch wenn sie dabei nicht mit einem überwältigendem Ergebnis vorne liegen, genießen Zentralbanken noch immer ein breites Vertrauen der Bürger*innen. Das englische Marktforschungsinstitut Ipsos MORI erhob Daten von 13.000 Menschen in 13 Industrie- und Schwellenländern.

CBDC: Zentralbanken öffnen sich


Seit 2018 untersuchen Zentralbanken das Potenzial einer digitalen Zentralbankenwährung, auch CBDC (Central Bank Digital Currencies) genannt. CBDCs unterscheiden sich von digitalen Währungen oder Kryptowährungen, weil sie von Staaten ausgegeben werden und den Vorschriften der Regierung unterliegen. Vorreiter dieser Idee sind die Bank of England und die schwedische Zentralbank. Wie BTC-ECHO schon im Dezember berichtete, erforscht die Notenbank Schwedens die Einführung einer E-Krona.

Indes teilen aber auch viele weitere Zentralbanken der Welt das Interesse: Knapp 70 Prozent würden eine CBDC willkommen heißen, so eine Studie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) aus dem Jahr 2019.

Zentralbanken werden als sicherer empfunden

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Es weht ein frischer Wind in der Finanzwelt: Immer mehr junge Technologie-Unternehmen dringen in den Bereich der klassischen Finanzdienstleistungen vor. Das Hauptaugenmerk der Befragten liegt allerdings nach wie vor auf der Sicherheit, wenn es ums Geld geht. Ein Großteil fühle sich demnach am sichersten, wenn die landeseigene Währungsbehörde das digitale Geld ausgeben würde. Zudem scheinen vor allem die Befragten aus Industrieländern besonders misstrauisch gegenüber Tech-Firmen zu sein. Schlechte Nachrichten für Facebooks Libra, könnte man meinen – wenn der Fokus von Libra nicht explizit auf Schwellen- und Entwicklungsländern läge.

Unterschiedliche Regionen, unterschiedliche Vorlieben

Dort wird digitalen Währungen tendenziell mehr Vertrauen entgegengebracht: 57 Prozent der Befragten aus Schwellenländern finden Digitalwährungen sehr attraktiv – unabhängig von welchem Anbieter. Dabei sind die größten Fans in China, Indien, Südafrika und Russland zu finden. In Industrienationen wie Deutschland oder Frankreich äußerten die Befragten Datenschutz als ausschlaggebendes Anliegen für ihr fehlendes Vertrauen.

Die Umfrage zeigt deutlich, dass Bürger*innen in Schwellenländern sich für Digitalwährungen unabhängig vom Anbieter interessieren, wobei sie trotzdem eine digitale Währung der Zentralbank bevorzugen,

verkündete die OMFIF.

In Industrienationen haben die Befragten unterschiedliche Vorlieben und auch nur ein begrenztes Interesse an einer digitalen Währung generell, auch keiner, die von einer Zentralbank ausgegeben wird.

Nur 13 Prozent vertrauen Zentralbanken wirklich

Obwohl die Verbraucher*innen Zentralbanken tendenziell mehr vertrauen als FinTechs, lassen die Ergebnisse der Umfrage zu wünschen übrig. So halten weniger als 40 Prozent der Befragten Zentralbanken für vertrauenswürdig und abzüglich derjenigen, die ihnen misstrauen, ergibt sich ein Wert von 13 Prozent. Auch laut einer Studie von Facebook IQ aus dem Jahr 2016, misstrauen knapp 92 Prozent der Millennials und damit der größten Konsumentengruppe, den traditionellen Finanzinstitutionen. Dazu gehören auch Zentralbanken.

PayPal und Alipay sind sehr beliebt

Die Ausreißer im Bericht sind indessen die Zahlungsdienstleister PayPal und Alipay, die fast genauso viel Vertrauen wie Zentralbanken genießen. Laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ist das Unternehmen PayPal mittlerweile mehr wert als die Deutsche Bank. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mehr als 192 Millionen aktive Nutzer*innen in über 200 Märkten. Mit dem chinesischen PayPal-Pendant Alipay oder Wechat bezahlen vor allem Chinesen gerne. So entspricht der Markt mobiler Zahlungen in China etwa einem Wert von 5,7 Mrd. US-Dollar.

Geld als öffentliches Gut

Ob Zentralbanken bald tatsächlich eine eigene Währung, CBDC, ausgeben werden, wird sich zeigen. Ein breites Vertrauen der befragten Länder haben sie jedenfalls. Sicher ist, dass sie auch zukünftig eine wesentliche Rolle bei der Steuerung und der Geldpolitik spielen, weil sie eine Grundlage für stabile Volkswirtschaften weltweit sind. So berichtete der Nachrichtendienst Reuters wie François Villeroy de Galhau, der Leiter der Banque de France im Januar in Paris bekanntgab:

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