Wissenswertes über die neuen Bitcoin Code 0.14.0 Änderungen

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Quelle: © timkaekler - Fotolia.com

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Der bekannteste Code-Vorschlag, SegWit, ist nicht der einzige über den man etwas wissen muss.

Zwar gab es in den letzten Code-Versionen von Bitcoin schrittweise Verbesserungen für die Veröffentlichung von SegWit (dem Vorschlag zur Veränderung von Transaktionen, welche die Skalierbarkeit im Netzwerk erhöhen soll), doch die Entwickler arbeiten auch an anderen Stellen um Bitcoin zu verbessern.

Die baldige Version 0.14.0 besteht aus verschiedenen Performance-Verbesserungen und langen Code-Passagen, die den Weg für zukünftige Upgrades ebnen soll. Die Version wird veröffentlicht sobald die Testphase von den Entwicklern abgeschlossen wurde.

Chaincode Ingenieur Russel Yanofsky sagte es so:

“Es gibt hier eine Menge Performance-Verbesserungen und allgemeine Verbesserungen zum Netzwerk-Code – nun kann er besser gewartet werden. Die [Entwickler] bauen das ganze Fundament auf, machen eine Bereinigung des Codes, um ihn bereit für Multi-Threads zu machen, sowie bereit für neue Verbesserungen in der Zukunft.”

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Man könnte sagen, dass der beste Weg um die dezentralen Features von Bitcoin zu unterstützen das aufsetzen einer Full Node ist.

Mithilfe der Wallet-Features, die ebenfalls in die Node eingebettet sind, erhält man die “purste” Form für das Senden und Empfangen von Transaktionen, mit gleichzeitiger Datensicherheit und Anonymität. Im Vergleich zu der beliebteren Variante, der Simplified Payment Verification-Wallets, ist es sicherer. Diese Wallets speichern nur einen kleineren Teil der Blockinformation, kommen in den meisten geläufigen Wallets vor und benötigen mehr Vertrauen in das Netzwerk der Miner.

Das Aufsetzen einer Node scheint aber immer noch ein Krampf zu sein. Kein Wunder, denn dazu muss man jede Transaktion der letzten 10 Jahre Bitcoin-Geschichte herunterladen.

Der vielleicht beste Performance-Schritt in Version 0.14.0 ist die schnellere Synchronisierung mit dem Netzwerk. Zwar ist die allgemeine Speicherkapazität dieselbe, doch in einem Test zeigte sich für 0.14.0 eine 5,7-fach schnellere Synchronisierung als bei 0.13.2, sagen die Entwickler.

Dies wird mit “mutmaßlich verifizierten Blocks” bewerkstelligt – diese teilen den Prozess entzwei: Bestätigung historischer Signaturen und Checkpoints, wobei alte Block-Hashes bereits in die Software eingebettet wurden, um DoS-Angriffen (Denial of Service) vorzubeugen.

Die Nutzer hatten nun seit einiger Zeit die Möglichkeit die Blockchain zu “stutzen”. Mit 0.14.0 wird das manual pruning (manuelles Stutzen) eingeführt, wodurch die Nutzer über Kommandozeilen selber eingeben können, welche Informationen aus einem Block gestutzt werden sollen, um eine schlankere Version der Blockchain zu erhalten.

Hängende Transaktionen?

Letztendlich gibt es da noch etwas namens bumpfee (Zusammengesetztes Word aus bump = anstoßen & fee = Gebühr). Yanofsky hat vor kurzem die Rolle für dieses Phänomen “aufgetragen” bekommen.

Die Idee dahinter ist, dass Bitcoin-Transaktionen nur langsam zur Blockchain hinzugefügt werden, da jeder Bitcoin-Block nur einen begrenzten Speicherplatz hat. Da die Miner aber eine bestimmte Entscheidungsfreiheit darüber haben, welche Transaktionen sie in einen Block einfügen, sind das meistens die Transaktionen mit höheren Gebühren (Fees).

Mit einer “konservativen” Gebühr ist es nicht so sicher wann eine Transaktion in einen Block eingefügt wird, erklärte Yanofsky. Man kann diesen Prozess aber mit bumpfee beschleunigen, indem man die alten Transaktionen mit einer neuen Transaktion mit höheren Gebühren “anstößt”.

“Bisher blieb man in solchen Situationen hängen, da man keine neue Transaktion schicken wollte. Wenn beide durchkommen würde, würde man doppelt zahlen”, erklärte er CoinDesk.

Die Funktionalität ist standardmäßig abgeschaltet. Doch die Nutzer können sie über die Kommandozeile aktivieren. Dies wird sich in Zeiten sich füllender Blocks wahrscheinlich als nützlich erweisen. Dies ist ein langes Thema der Skalierungs-Debatte, auf das wir hier nicht weiter eingehen.

Bumpfee nutzt den bereits eingebauten Befehl replace-by-fee (RBF). Dieser wurde früher bereits eingefügt, um unbestätigte Transaktionen durch Transaktionen höherer Gebühr zu ersetzen. Entwickler James Hilliard sprach im Allgemeinen über die Vorteile der genutzten Technologie – über manche auch auf langfristige Sicht.

“Dies ist eine wichtige Sache für das Lightning Netzwerk, da wir dort verlässliche Transaktions-Bestätigungen brauchen”, sagte er.

Es bleibt jedoch noch zu erwähnen, dass die Möglichkeit zu bumpfee nicht immer bestand. In der Vergangenheit gab es Kontroversen um eine Full-Version, die jeder Bitcoin-Transaktion die Möglichkeit zu bumpfee ermöglichte.

Netzwerkänderungen

Es gibt aber noch viele andere Änderungen, wovon viele den Mining-Prozess optimieren sollen.

Eine Veränderung beinhaltet eine Beschleunigung des Blockverarbeitungsprozesses durch die Verringerung der Redundanz bei der Verifizierung der Blöcke. Gleichzeitig verbessert der “Hochgeschwindigkeits-Breitband-Modus” die Block-Propagation innerhalb des Netzwerks.

“Die Version 0.14 bietet eine Menge Verbesserungen, neben neuen netzwerkseitigen Funktionalitäten, an”, sagte Hilliard.

Weiterhin gab es eine Überarbeitung des Codes durch Bitcoin-Entwickler Cory Fields in 0.14.0. Die Arbeit fand nach fast 2 Jahren ein Ende. In Zukunft sollen durch die Überarbeitungen die neuen Entwickler schneller in der Lage sein den Code zu verstehen.

Doch wie bei den meisten anderen Änderungen an der Codebase, wird der durchschnittliche Nutzer hiervon nicht viel mitbekommen – zumindest noch nicht.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung von Alyssa Hertig via coindesk


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