Welt der Wunder TV setzt auf die Blockchain im Medienlizenzhandel und verkündet eigenen ICO

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

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Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

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Welt der Wunder TV plant die weltweit erste Blockchain-Lösung für den internationalen Handel von Medienlizenzen. Hierfür wird eine eigene Kryptowährung platziert und im Rahmen eines international ausgerichteten Token Sales emittiert. BTC-ECHO war am Hauptsitz in München und hat mit dem Geschäftsführer und Moderator von Welt der Wunder TV, Hendrik Hey, gesprochen.
Hintergrund und Motivation für die Blockchain-Plattform

Hintergrund und Motivation für die Blockchain-Plattform

Wenn heutzutage Medienlizenzen gehandelt werden, erschweren und verlangsamen komplizierte Verträge, bezogen auf die recht unterschiedlichen Nutzungsarten, den Prozess. Content-Inhaber (z. B. Produzenten, Vertriebe oder Library-Inhaber) sowie Content-Käufer (z. B. weltweite TV-Stationen, VOD-Plattformen, aber auch zunehmend Verlage mit ihren Online-Portalen) verschwenden enorm viel Zeit und Geld für die Gestaltung von Verträgen, welche die offizielle Nutzung von Videolizenzen möglich machen.  Aufgrund der weltweiten Verteilung der Industrie und damit der weit verteilten Angebot- und Nachfragesituation am Markt, existieren bislang kaum Normen oder Standards. Jeder Vertrag wird unnötigerweise immer wieder neu verhandelt. Standards und Automatisierungen durch eine Blockchain würden genau diese Ineffizienz aus dem Prozess nehmen.

Welt der Wunder TV bringt hierbei seine jahrzehntelange Erfahrung im Lizenzhandel und seine internationalen Netzwerke mit ein.

„Welt der Wunder ist in beiden Welten dieses Marktes seit über 20 Jahren zu Hause“, so Hendrik Hey, Gründer von Welt der Wunder TV. „Wir sind sowohl Produzent als auch eine TV-Sender-Gruppe in Deutschland und in der Schweiz und kennen deshalb die Bedürfnisse beider Seiten sehr genau“, sagt Hendrik Hey weiter.

Kooperationspartner

Um dies umzusetzen, arbeitet Welt der Wunder TV mit dem Multimedia-Unternehmen Swiss TXT zusammen – einer 100 %igen Tochter des öffentlich rechtlichen Schweizer Fernsehens. Für die technische Umsetzung respektive Blockchain-Implementierung ist das Telekommunikationsunternehmen Swisscom – Pendant zur Deutschen Telekom – verantwortlich. Die Swisscom hat sich bereits als Blockchain-Spezialist einen Namen gemacht und wird mit ihrem Tochterunternehmen, der Blockchain AG, die notwendige Expertise für den Token Sale liefern.


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Der Sitz der Plattform wird aus diesen operativen Gründen in der Schweiz sein. So wird der ICO über Welt der Wunder TV / Schweiz umgesetzt.

Ohne Content kein Geschäft

Um direkt bei dem Start der Plattform über eine Content-Grundlage zu verfügen, wird Welt der Wunder TV ihre gesamten Inhalte zur Verfügung stellen. Was das konkret bedeutet, erläutert Geschäftsführer Hendrik Hey im Interview mit BTC-ECHO:

“Wir geben da ein sehr großes Archiv rein, nämlich unseren Content, und das hat einen Brutto-Herstellungswert von rund 200 Millionen Euro, weil wir gesagt haben, ohne Treibstoff wird der Motor nicht fahren.”

Es handelt sich hierbei um über 5000 Stunden hochwertiges Broadcastmaterial sowie um mehrere 10.000 Clips für die Verwendung auf Onlineportalen führender Publisher.

Hendrik Hey führt weiter aus, dass damit eine wichtige Grundlage gelegt wird, um den Markt des weltweiten TV- und Medienlizenzhandel von ca. 500 Milliarden US-Dollar zu erschließen. Neben den wirtschaftlichen Anreizen, die die Blockchain-Plattform bietet – die Vermittlergebühren sind deutlich geringer als es gegenwärtig der Fall ist – soll die Plattform die Verhandlungsposition der Produzenten stärken.

“Der viel wichtigere Teil für uns ist der Produzent, das ist der Kreative im Prozess, und für den schlägt natürlich auch unser Herz. Dem [Produzenten] einen besseren Marktzugang zu geben und mehr Wettbewerb zu bieten, ist für ihn sicherlich von einem sehr großen Vorteil”,

betont Hey.

Produzenten können durch die Plattform einfacher und kostenärmer Abnehmer finden, sodass auch weniger gut vernetzte und finanzstarke Produzenten eine bessere Chance haben, Projekte zu finanzieren und international zu vertreiben.

Der MILC-Token

Der Token der Plattform soll “MILC” (MIcro Licensing Coin) heißen und sich zu einer festen “Bezahlwährung” im weltweiten Medienlizenzhandel verankern. Geplant ist ein limitiertes Volumen von 40 Millionen MILCs. Am 1.12.2017 beginnt die Presale-Phase, die spätestens am 15.01.2018 enden soll. Eine Publicsale-Phase soll danach anschließen und wird noch kommuniziert.

Ab dem 15.11.2017 können sich interessierte Investoren bereits auf einer Whitelist eintragen.

Die Mittel aus dem ICO fließen in die Fertigstellung und die internationale Vermarktung der Vertriebsplattform. Sollten darüber hinaus weitere Mittel zur Verfügung stehen, plant die Plattform auch aktiv neue, wertvolle Inhalte zu fördern. Dies kann unter anderem durch die Vorfinanzierung und inhaltliche Begleitung ausgewählter Projekte stattfinden. Die Plattform kann damit einen weiteren Beitrag leisten, gute Inhalte schneller möglich zu machen.

Weitere Informationen zum ICO sind unter www.weltderwunder.de/ico abrufbar.

Mehr Informationen zum ICO und dem Potential des Blockchain-Projektes bekommt ihr im ausführlichen Interview mit Hendrik Hey von Welt der Wunder TV. Schaut das Video hier unten und abonniert uns für weitere Infos (hier):

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