Passives Einkommen Warum Krypto-Staking die neue Art ist, Geld zu verdienen

Sven Wagenknecht

von Sven Wagenknecht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Sven Wagenknecht

Sven Wagenknecht ist Chefredakteur von BTC-ECHO. An der Blockchain-Technologie faszinieren ihn vor allem die langfristigen Implikationen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft.

Staking

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Für viele Anleger stehen Einkünfte aus Zinsen, sei es durch Tages- respektive Festgeld oder Anleihen, an erster Stelle. Auch Lebensversicherer und Pensionskassen kalkulieren seit Jahrzehnten mit festverzinslichen Anlagen. Doch dies ist nun mehr oder weniger vorbei. Eine mögliche Antwort kann hier das immer beliebtere Staking von Kryptowährungen liefern, getreu dem Motto: Staking statt Staatsanleihen und Bankguthaben.

Durch die Nullzinspolitik der Notenbanken wird es immer schwieriger, Schuldverschreibungen mit einer fundamental guten Bonität zu finden, die noch positive Zinsen abwerfen. Bei Staatsanleihen aus der Eurozone ist die Situation besonders dramatisch. Selbst Länder mit extrem hoher Verschuldung, wie Portugal oder Griechenland, notieren bei den kurz- bis mittelfristigen Laufzeiten im Negativbereich. Auch Guthaben auf normalen Bankkonten werden immer öfter mit Negativzinsen belastet. Institutionelle Investoren sowie Privatanleger suchen immer verzweifelter nach Vermögenswerten, die regelmäßige, kalkulierbare Erträge liefern.

Staking von Kryptowährungen – Was steckt dahinter?

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Genauso, wie Bitcoin jahrelang in der Hand von Privatanlegern war, hat das Jahr 2020 den nun endgültigen Durchbruch für Bitcoin in der institutionellen Geldanlage mit sich gebracht. Den gleichen Werdegang könnte in den kommenden Jahren auch das Staking durchlaufen. Schließlich gewinnen dezentrale Netzwerke und Infrastrukturen zunehmend an Bedeutung. Wenn man auf den energieintensiven Mechanismus Proof of Work (PoW) verzichten möchte, wie er bei Bitcoin stattfindet, dann landet man schnell bei Proof of Stake (PoS).

Bei diesem Konsensmechanismus richtet sich die anteilige Transaktionsabwicklung nicht nach der eingespeisten Rechenleistung, sondern nach der eigenen Krypto-Einlage. Stark vereinfacht bedeutet das, dass ein Investor, der ein Prozent aller Kryptowährungen besitzt, auch ein Prozent aller stattfindenden Transaktionen bestätigen darf. Als Gegenleistung für die im Smart Contract hinterlegten Staking-fähigen Kryptowährungen können sich Investoren über “Krypto-Zinserträge” freuen.

Auch für Kleinanleger interessant

Der Staking-Sektor ist durch seine geringe Größe noch relativ uninteressant für institutionelle Investoren. Bislang ist es vor allem das Geld der Privatanleger, das entweder in Eigenregie oder durch Dienstleister wie Krypto-Börsen oder spezialisierte Staking Pools angelegt wird. Mit zunehmender Marktgröße dürfte sich das allerdings ändern, da institutionelle Investoren genauso an regelmäßigen Erträgen interessiert sind wie Kleinanleger.

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Wem das Aufsetzen einer eigenen Node zu kompliziert ist, der kann sich an entsprechende Dienstleister wenden. Neben den großen Krypto-Börsen wie Binance, Kraken, Coinbase oder KuCoin, gibt es auch spezialisierte Anbieter oder Staking Pools, die diesen Service anbieten.

Wie bei allen Formen der Geldanlage entscheidet auch die eigene Risikoaffinität über die Wahl des Assets. Setzt man auf etablierte Blockchain-Protokolle mit einem relativ hohen Anteil an im Staking befindlichen Kryptowährungen? Oder auf eher unbekannte, neue Projekte, bei denen sich gegebenenfalls nur ein kleiner Teil im Staking befindet?

Um für etwas mehr Orientierung zu sorgen, stellen wir unsere Top-Staking-Kryptowährungen – mit denen teils zweistellige Prozenterträge per annum möglich sind – in unserer März-Ausgabe des Kryptokompass vor.

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