Vorsicht vor Scam-ICOs: Schauspieler Ryan Gosling fällt Betrugsmasche zum Opfer

Quelle: Rome, Italy - 11 December 2017: Ryan Gosling photographed in the dressing room before going on stage at the Auditorium Parco della Musica, on the occasion of the concert of the Italian State Police. via Shutterstock

Vorsicht vor Scam-ICOs: Schauspieler Ryan Gosling fällt Betrugsmasche zum Opfer

Der Schauspieler Ryan Gosling wird auf der mittlerweile offline geschalteten Webseite von Miroskii.com als Teammitglied dargestellt. Doch statt im Fernen Osten die angekündigte „Crypto Revolution“ vom Zaun zu brechen, haben sich die Betrüger offenbar schon aus dem Staub gemacht.

Nach eigenen Angaben wurden von diversen Investoren rund 830.000 US-Dollar eingesammelt. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte dabei der Grafiker des Unternehmens. Abgebildet ist niemand geringeres als Hollywood-Schauspieler Ryan Gosling, der in der Rolle von Kevin Belanger angeblich als „erfahrener Grafikdesigner einen klaren Fokus auf Identitäten und Illustrationen“ haben soll. Die übrigen Profilbilder der Mitarbeiter von Miroskii.com sind ebenfalls nicht echt. Die Fotos wurden bei unterschiedlichen Business-Netzwerken, bei Twitter und bei verschiedenen Bildagenturen entwendet. Die Webseite von Miroskii.com ist inzwischen offline. Die Betrüger haben sich offenbar schon aus dem Staub gemacht.

ICO-Scam: Woran erkenne ich unseriöse Anbieter?

Zunächst erkennt man unseriöse Anbieter an übertriebenen Versprechungen. Je größer die Ankündigungen und Selbstbeweihräucherungen, umso eher sollte man denken: Finger weg! Bei Miroskii wurde den Anlegern für den Fernen Osten nichts Geringeres als die Teilnahme an einer „Crypto Revolution“ versprochen. Dafür haben die Macher nicht einmal ein White Paper zum Download angeboten, in dem nähere Details zum Projekt enthalten sein müssten. Auffällig ist auch, dass die Domain Miroskii.com anonymisiert wurde. Kein seriöser Anbieter hat es nötig, als Admin oder Registrar eine Verschleierungsfirma wie GoDaddy.com anzugeben. Bei einer Suchmaschine einfach den Suchbegriff „Domain Whois Lookup“ eingeben und die hinterlegten Angaben bei einem der vielen kostenlosen Domain-Datenbanken überprüfen. Wichtig ist es auch, dass die Webseite über ein gültiges Impressum samt ladefähiger Adresse (kein Postfach!) verfügt. Wer an der Identität der abgebildeten Personen zweifelt, kann dafür die kostenlose Webseite TinEye.com nutzen. Dort gibt man die Internetadresse des zu prüfenden Bildes ein oder lädt das Profilbild selbst hoch. Sekunden später spuckt TinEye unzählige Ergebnisse aus, wo die Fotos noch im Internet genutzt werden.

Wahrscheinlich ist beim nächsten ICO-Scam kein weiterer kanadischer Schauspieler vom Format Gosling dabei. Trotzdem kann man so versuchen, die Angaben der Unternehmer so gut es geht online zu überprüfen.

BTC-ECHO

Aufgepasst: Der Kryptokompass ist das erste digitale Magazin für digitale Währungen und Blockchain-Assets. Er liefert dir monatlich exklusive Einschätzungen, spannende Insights und umfassende Analysen zur aktuellen Lage an den Blockchain- & Krypto-Märkten. Nur jetzt und nur solange der Vorrat reicht: Im Monatsabo inkl. GRATIS Bitcoin Whitepaper (Deutsche Fassung gedruckt)

 

Mehr zum Thema:

Ähnliche Artikel

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht Entschädigungen für Kunden
Sicherheit

Die gehackte Bitcoin-Börse BITPoint verspricht, ihre Kunden zu entschädigen. Das Ungewöhnliche daran: Die geprellten Kunden werden in Kryptowährungen ausgezahlt. Was ist von einer solchen Geschäftspraxis zu halten?

Newsletter

Die aktuellsten News kostenlos per E-Mail

Aktuell

IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
IOTA veröffentlicht Roadmap für Coordicide
Altcoins

Am 29. Mai dieses Jahres hat IOTA den Coordicide angekündet, dahinter verbirgt sich die Abschaltung des Koordinators, der IOTA-Transaktionen überwacht. Nun hat die IOTA Foundation eine Roadmap vorgestellt.

Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Steve Wozniak: Apple-Mitgründer will nach Malta
Tech

Der Apple-Mitgründer Steve Wozniak gab bei einer Podiumsdiskussion seine Zukunftspläne bekannt. Was ihn bewegt, nach Malta zu gehen und welche Unternehmensidee er unterstützen will.

Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Datenleak bei Bitcoin-Börse QuickBit enthüllt Kundendaten
Sicherheit

Die Bitcoin-Börse QuickBit hat versehentlich große Datenmengen geleakt. Über Tage kursierten sensible Kundendaten ohne Firewall für jedermann einsehbar im Internet. QuickBit-Kunden wird geraten, ihr Passwort zu ändern.

Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Deutsche Bundesbank sieht Bitcoin als „spekulatives Nischenprodukt“
Unternehmen

Für die Deutsche Bundesbank hat das Kursgebaren von Bitcoin & Co. in den letzten Jahren vor allem eines gezeigt: Dass Kryptowährungen weder als Zahlungsmittel noch als Wertspeicher taugen. Anders blickt die Zentralbank auf das Potenzial von Stable Coins. Gegenüber dem Facebook-Coin Libra nimmt die Bundesbank eine argwöhnisch-abwartende Haltung ein.

Angesagt

Trading-App Robinhood sammelt 323 Millionen US-Dollar ein
Invest

Die Trading-Plattform Robinhood sammelt in einer Series-E-Funding-Runde 323 Millionen US-Dollar ein. Damit ist das Unternehmen mit 7,6 Milliarden US-Dollar bewertet. Das Geld soll auch in den Ausbau der Krypto-Sparte fließen, diese ist jetzt bereits in 30 US-Bundesstaaten verfügbar.

Bitcoin-Gerüchteküche: Justin Sun in China angeklagt
Szene

Neues aus der Bitcoin-Gerüchteküche. Gegen Justin Sun soll aktuell ermittelt werden. Die Gerüchte kamen auf, als der Gründer und Vorsitzende der Kryptowährung TRON sein Krypto-Dinner mit Warren Buffet und „Größen“ aus dem Bitcoin-Ökosystem abgesagt hat.

Bitcoin-Börse BitFinex und Tether ziehen sich aus der Verantwortung
Krypto

Der Gerichtsprozess rund um die in Verruf geratene Bitcoin-Börse BitFinex und den Stable-Coin-Anbieter Tether geht in eine neue Runde. Nun sagt einer der Anwälte der Firmen, dass weder BitFinex noch Tether Kunden in den USA betreuen würden.

BaFin genehmigt ersten Immobilien-Token
STO

Die BaFin genehmigt das erste deutsche Security Token Offering (STO) für blockchainbasiertes Immobilieninvestment und das zweite deutsche STO überhaupt. Damit gibt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht den Startschuss für digitale Wertpapiere im Real-Estate-Bereich. Ein neues Anlagevehikel?

Warte mal kurz ... !

Kennst du schon unseren Newsletter? Wir versorgen dich kostenlos mit den spannendsten News der Krypto- und Blockchainszene: