Kopf an Kopf? US-Wahl 2020: So wettet die Krypto-Community

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

TrumpversusBiden

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In den letzten Umfragen vor der US-Wahl ist Donald Trump plötzlich in fünf der umkämpften US-Bundesstaaten leicht in Führung. Trotzdem bleibt Demokrat Joe Biden klarer Favorit in landesweiten Umfragen. Doch auch die Krypto-Wetten auf FTX und Polymarket sehen das Rennen deutlich knapper als erwartet.

Die Präsidentschaftswahl ist der Schlussakt eines wilden Jahres 2020, das viele unberechenbare Wendungen hervorgebracht hat. Daher könnte der Zeitpunkt für den Kampf um das Weiße Haus nicht brisanter sein, in einem Jahr, das geprägt war von einer Pandemie, wirtschaftlicher Rezession und steigender Arbeitslosigkeit. Triftige Gründe, die seit Beginn der US-Wahlen 2020 die Prognosemärkte aufheizen. Laut dem Wahlprognosemodell von der englischsprachigen Wochenzeitung The Economist stehen die Chancen für den amtierenden Präsidenten Trump schlecht. Eine dürftige Chance von 4 Prozent habe Trump demnach wiedergewählt zu werden. Auf der Ethereum-basierten Prognoseplattform Polymarket glauben indes knapp 36 Prozent, dass Trump die 46. Präsidentschaftswahlen der USA gewinnen wird.

Aktuelle Zahlen der US-Wahl


Biden liegt in landesweiten Umfragen relativ deutlich vorne. Doch alles hängt davon ab, welcher Kandidat in den wichtigen Swing States (Florida, Pennsylvania, Ohio und Arizona) gewinnen kann. Laut aktuellen Prognosen der US-Politikseite RealClearPolitics liegt derweil allerdings Donald Trump überraschenderweise in fünf dieser Bundesstaaten (Battleground States) vor Joe Biden, wenngleich auch ziemlich knapp. Das Rennen in vielen Swing States ist eng. In 8 der 13 Staaten beträgt der Vorsprung von einem der beiden Politiker bisher drei Prozent oder weniger. Aktuelle Grafiken zur Wahl, findet ihr hier.

Die Krypto-Welt ist weniger zuversichtlich auf einen Biden-Sieg

Die gegenwärtigen US-Wahlen sind ungefähr wie der Superbowl für die Prognosemärkte. Jeder einzelne erlebt aktuell einen massiven Aufschwung im Handelsvolumen. Es war nur eine Frage der Zeit bis die Krypto-Welt nachzieht. Die dezentralisierten Wettplattformen sind im Vergleich zu landesweiten Umfragen insgesamt weniger zuversichtlich auf einen Biden-Sieg. Aktuell liegt der Kurs der Krypto-Prognoseplattform Polymarket bei 0,37 US-Dollar für Trump gegenüber 0,63 US-Dollar für Biden. Damit ist er dem Kurs ähnlich zu dem der TRUMPWIN- und TRUMPLOSE Token, die auf der Krypto-Börse FTX gehandelt werden. Über die Catnip Exchange, die auf Augur und Balancer basiert, sind Nutzer sogar noch optimistischer auf einen Sieg. Dort erreicht der YTRUMP Token sogar knapp 0,41 US-Dollar im Vergleich zu 0,60US-Dollar für einen NTRUMP-Token. Insgesamt flossen seit Beginn der Wahlen knapp drei Millionen US-Dollar an frischem Kapital auf Polymarket und knapp eine Million US-Dollar auf Catnip Exchange.

Fehlende Kohärenz zwischen Wettbüros und US-Umfragen

Hierbei handelt es sich auch nicht unbedingt um eine Frage der geringen Liquidität. Auch traditionelle Wettbüros wie PredictIt sind in Bezug auf die Chancen von Trump zuversichtlicher. Obwohl sie Biden gegenüber Trump bevorzugen, beträgt der Unterschied bei den Aktienkursen 0,61 US-Dollar zu 0,43 US-Dollar. Es ist möglich, dass die Nutzer dieser Prognosemärkte durchaus die existierenden Umfragen in ihr Kalkül einbezogen haben. Angesichts der Tatsache, dass Geld auf dem Spiel steht, sollte man davon ausgehen. Dennoch entsprechen die Ergebnisse nicht den Ergebnissen der landesweiten Umfragen. So sehen US-Nachrichtendienste wie The Economist (96 Prozent zu vier Prozent für Biden), FiveThirtyEight (90 Prozent zu 10 Prozent ) und DecisionDeskHQ (86 Prozent zu 4 Prozent) den demokratischen Herausforderer an der Spitze, während der Kampf für die Wettanbieter deutlich knapper aussieht. Möglicherweise wählen einige von ihnen eher mit dem Herzen oder den Ängsten statt mit dem Kopf oder einem Algorithmus.

Demoskopen irren oft

Wie wir uns allerdings erinnern, lag auch Hillary Clinton während den US-Wahlen 2016 in den meisten Umfragen bis zum Schluss deutlich vor Donald Trump. Viele Demoskopen lagen damals falsch. Folglich argumentiert Mona Chalabi, eine ehemalige Journalistin für die US-amerikanische Nachrichtenwebsite FiveThirtyEight in einem Medium-Artikel von 2018, dass die meisten statistischen Modelle absichtlich durch die Intention seiner (meist weißen, demokratischen, männlichen) Mitarbeiter gefärbt sei.

Dennoch muss gesagt werden, dass Clinton am Wahltag 2016 einen nationalen Vorsprung von etwa 4 Prozent hatte. Bidens Vorsprung in denselben Umfragen liegt derzeit hingegen schon bei 8,4 Prozent, so geht es aus einer Umfrage von FiveThirtyEight hervor. Clintons Vorsprung war anfällig für eine normale Fehlermarge und niedrigerem Vorteil in den sogenannten Swing States. Die Chancen für den demokratischen Herausforderer stehen diesmal hingegen günstig. Trump wird mehr tun müssen, um Biden in dieser Runde zu besiegen.

Krypto-Prognosemärkte dominiert von männlichen Stimmen

Gute Statistiken sind also schwer zu beschaffen. Daher werden auch Krypto-basierte Wettmärkte von einer kleinen Untergruppe von Personen dominiert. Laut einer Schätzung von Coin Dance finden nur 14 Prozent der Website-Aktivitäten im Rahmen von Bitcoin über Frauen statt. In ähnlicher Weise werden auch Online-Wetten von Männern dominiert. Das ist ein wichtiger Faktor, wenn man sich die demografische Spaltung in den US-Präsidentschaftswahlen ansieht. Präsident Trump liegt unter weißen, männlichen Wählern vorne. Im gesamten Ergebnis führt allerdings Joe Biden.

Insgesamt deuten die unterschiedlichen Ergebnisse auf einen sehr heißen Wahlkampf hin, der sehr wahrscheinlich große Turbulenzen an den Märkten auslösen könnte. Für Anleger heißt das also: vorsichtig agieren, nicht zu viel riskieren und Positionen im Markt immer absichern.

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