Corona-Handlungsbedarf KfW unterstützt kleine Start-ups mit bis zu 800.000 Euro

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Ellenbogen Gruss zu Corona Zeiten

Quelle: Shutterstock

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70 Prozent der Start-ups sehen durch die Corona-Krise ihre Existenz gefährdet. Staatliche Fördergelder der KfW sollen jetzt Abhilfe schaffen.

Die Förderbank KfW teilte am Montag mit, dass nun auch kleinere Gründungen ohne VC staatliche Hilfen über die Landesförderbank erhalten. Damit steht auch die zweite Säule der Soforthilfen für die Start-up-Branche bereit. Wann genau die jungen Unternehmen jedoch die Gelder erhalten, bleibt zunächst offen.

2 Milliarden Euro auf der hohen Kante


Seit Mitte Mai schon bekommen größere Start-ups als vorgesehene Hilfen Gelder über Wagniskapitalfonds, die der Staat in Zusammenarbeit mit privaten Investoren aufstockt – Die erste Säule der Corona-Hilfen. Im Rahmen der zweiten Säule, erhalten jetzt auch kleine in Not geratene Unternehmen finanzielle Unterstützung. Start-ups mit einem Umsatz von maximal 75 Millionen Euro dürfen einen Hilfsantrag stellen. Die Voraussetzungen seien ein Deutschlandbezug und Corona-bedingte finanzielle Schwierigkeiten. Abhilfen von bis zu 800.000 Euro pro Unternehmen seien demnach möglich.

Der zuständige Staatssekretär im Bundesfinanzministerium, Jörg Kukies, teilte dem Nachrichtendienst Reuters mit, dass von den Hilfen der Landesförderinstitute kleine Start-ups profitierten, die keinen Zugang zu VC-Investoren hätten. Die konkreten Förderungen werden sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden.

Möglich sind zum Beispiel Finanzierungen über offene oder stille Beteiligungen,

so Kukies.

Insgesamt belaufen sich die Hilfen für Jungfirmen auf zwei Milliarden Euro. Ob dies jedoch ausreicht, ein massives Sterben der Gründerunternehmen zu verhindern, sei ungewiss, so der Bundesverband Deutscher Start-ups.

Düstere Aussichten für Blockchain-Start-ups?

Aus einer Umfrage des Start-up-Verbands geht hervor, dass 70 Prozent der 1000 befragten Start-ups in Deutschland aufgrund von Corona um ihre Existenz fürchten. Davon sind natürlich auch viele Blockchain-Start-ups betroffen. Wie die Blockchain–Unternehmen auf die voraussichtlich schwerste Rezession der Nachkriegszeit reagieren und welche Hilfen jetzt besonders dringend sind, lest ihr hier.

Die Investorin vom Venture-Capital-Fonds La Famiglia, Jeannette zu Fürstenberg, warnt:

Speziell für Start-ups birgt die Situation die Gefahr, dass Wachstumsstrategien nicht realisiert werden können und sie deshalb finanziell austrocknen.

Wenig Risikokapital durch Corona

Warum gefährdet die Krise ausgerechnet die Start-up-Szene so massiv? Normalerweise haben junge Firmengründungen, wie auch Blockchain-Unternehmen, aufgrund unausgereifter Strukturen, weniger Rücklagen und geringer Gewinne kaum eine Möglichkeit durch den normalen Prüfprozess für Bank-Kredite zu kommen. Meistens läuft die Finanzierung daher über VC-Investoren sowie staatliche Förderprogramme.

Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Start-ups, Christoph Stresing, befürchtet, dass das Risikokapital deutlich durch die Corona-Pandemie zurückgehen könnte.

Bei vielen Startups droht die Insolvenz nicht sofort, wenn der Umsatz ausbleibt, sondern die Anschlussfinanzierung nicht zustande kommt,

so Stresing zum Handelsblatt.

Damit liegt er nicht falsch. Laut eines „Venture Pulse“-Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG, die VC-Investitionen des ersten Quartals 2020 analysierten, wurden seit Beginn der Corona-Krise 61 Milliarden US-Dollar in die Start-up-Szene investiert. Das entspricht einem Rückgang zum Vorjahr von 4,5 Prozent.

Vorwurf der Start-up-Lobby

Die lange Anlaufzeit entfachte breite Kritik in der Branche. Von der Ankündigung bis zur Veröffentlichung der ersten Details zur Ausgestaltung dieses Zwei-Milliarden-Programms verging eindeutig zu viel wertvolle Zeit, so Investorin zu Fürstenberg. Für manche Start-ups könnten die Hilfen bereits zu spät kommen.

Verbandspräsident und Start-up-Investor Christian Miele teilte dem Handelsblatt mit:

Grundsätzlich hat die Regierung bisher einen guten Job gemacht. Der einzigen Vorwurf, den man machen kann, ist, dass zu viel wertvolle Zeit vergangen ist.

Auch Christoph Stresing vom Bundesverband Deutscher Start-ups kritisiert:

Zunächst haben wir bei den ersten Auszahlungen auf April geschielt, dann auf Mai und jetzt wird es sogar mit Juni schwierig. Es wäre aber sehr wichtig, dass es diesen Monat noch etwas wird. Schließlich fallen viele Fixkosten wie die Gehälter weiter an.

Über die Soforthilfen hinaus plant die Bundesregierung einen „Zukunftsfonds” mit einem Volumen von zehn Milliarden Euro für die nächsten Jahre. Die KfW arbeitet gerade die entsprechenden Details aus.

Wie auch immer: Die Start-up-Szene kann wohl gerade einfach nur hoffen, dass die Pläne schnell umgesetzt werden, rasch Geld fließt und es noch diesen Monat bei den betroffenen Unternehmen ankommt.

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