UK vs. USA: Mehr oder weniger Regulierung?

Danny de Boer

von Danny de Boer

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Danny de Boer

Als Informatiker schaut Danny de Boer kritisch auf die Blockchain-Entwicklung und Kryptographie. Zwischen Komplexität und Hype erklärt er allgemeinverständlich und anwendungsbezogen. Seit 2014 berichtet er für BTC-ECHO aus der Krypto-Szene.

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Achtet man auf die derzeitige Gesetzgebung um Kryptowährungen und Blockchain-Technologie, so bewegt sich die USA auf mehr Regulierung zu, während das Vereinigte Königreich eher Richtung Liberalisierung tendiert.

Die Weltbank schätzte den Remissen-Markt im Jahr 2016 auf rund 429 Milliarden US-Dollar. Den Großteil dieser Summe machen Migranten aus, die einen Teil ihres Gehalts in ihre Heimatländer versenden. Meist werden dafür traditionelle Banken genutzt, aber auch andere Finanz- und P2P-Systeme.


Um sich dieser wachsenden Industrie anzunehmen, versucht Großbritannien seine Interbanken-Zahlungen dort zu integrieren sowie P2P-Systemen mehr Spielraum zu lassen. Konkret versucht man Kryptowährungen zu integrieren, wobei Ripples Technologie für grenzüberschreitende Zahlungen ausprobiert wird.

Entwickeln sich die Vereinigten Staaten zurück?

Die Bitcoin Foundation warnt die Vereinigten Staaten bereits davor, dass US-Banken zurückfallen könnten, sollten Kryptowährungen und Peer-To-Peer-Modelle zu restriktiv gehandhabt werden.

Die Stimmung unter US-Regulatoren ist nicht unangebracht. Aufgrund der anonymen Natur einiger Kryptowährungen ließe sich einfach Geldwäsche betreiben.

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Die Uniform Law Commission trifft sich nun in San Diego und berät sich über den “Uniform Regulation of Virtual Currency Businesses Act“. Zwar haben nun viele Städte und Staaten von der Deregulierung digitaler Währungen profitiert, doch die US-Bundesbehörden gehen in eine andere Richtung.

Nachsicht mit britischen FinTech

Währenddessen sieht das neue britische System mehr Freiheit für FinTech-Unternehmen. Damit sollen sie mehr Wettbewerbsfähigkeit auf dem globalen Markt bekommen.

Der Präsident der Bank of England, Mark Carney, erklärte:

“Unterstützung der Finanzstabilität durch größere Diversität und risikomindernde Zahlungstechnologien.”

Die Bank of England glaubt, dass ein Wettbewerb für traditionelle Banken das Richtige sei. Nicht nur die FinTech-Industrie würde davon profitieren, sondern der Bankensektor als Ganzes.

BTC-ECHO

Englische Originalfassung via CoinTelegraph


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