UK-Studie: Nur fünf Prozent der Investoren machen Gewinn mit Bitcoin und Co.

Christopher Klee

von Christopher Klee

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Christopher Klee

Christopher Klee hat Literatur- und Medienwissenschaften sowie Informatik an der Universität Konstanz studiert. Seit 2017 beschäftigt sich Christopher mit den technischen und politischen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

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Quelle: Hand burned on a stove via Shutterstock

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Von wegen Segen: Aus Unwissenheit machte ein Großteil der britischen Investoren keine Gewinne mit Kryptowährungen wie Bitcoin. Das legt zumindest eine Studie der britischen Kapitalgesellschaft IW Capital nahe.

Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Mark Preuss

IW Capital teilte die Ergebnisse ihrer Umfrage mit dem britischen Nachrichtenportal express.co.uk. Es wurden knapp über zwei Tausend Bürger zu ihren Erfahrungen mit Kryptowährungen befragt. Nach IW Capital handelt es sich um eine repräsentative Studie. Demnach haben drei Millionen Briten Kryptowährungen gekauft. Die meisten von ihnen, etwa 250.000, sollen dabei nicht gewusst haben, worin genau sie investieren. Lediglich fünf Prozent der Krypto-Anleger hätten vor ihrem Investment einen Finanzberater konsultiert. IW Capital sieht darin ein typisches Problem bei Krypto-Investments:

“Die Daten zeigen, dass die Briten grundsätzlich nicht genügend Informationen oder Wissen zum Thema Kryptowährung haben. Tatsächlich haben viele überhaupt keine Ahnung von dem Thema.”

Der Chef der Kapitalgesellschaft, Luke Davis, gibt sich erschüttert, jedoch nicht überrascht:

“Es ist schockierend, aber nicht überraschend, so viel Verwirrung um das Thema Kryptowährung festzustellen. Ich glaube nicht, dass dies das Risikoprofil der britischen Investoren widerspiegelt, da ein anhaltendes Interesse an alternativen Finanzierungsmöglichkeiten besteht. Aber zu sehen, dass Investitionen ohne angemessene Finanzberatung getätigt wurden, […] ist besorgniserregend”,

sagte Davis express.com. Natürlich muss die Vorstellung einer beratungsunwilligen Investorenschar bei dem Chef einer Kapitalgesellschaft “Besorgnis” auslösen. Doch, bei aller Befangenheit, hat Davis natürlich Recht, wenn er vor uninformierten Investments warnt. In Anbetracht der Tatsache, dass viele Investeoren den Kryptomarkt erst im Zuge des Bitcoin-Booms im Dezember vergangenen Jahres für sich entdeckt haben, ist es wenig verwunderlich, dass für einen Großteil diese Investitionen mit Verlusten verbunden waren.

Blockchain – eine Toilettenspülung?

Laut der Studie haben mit rund 38 Prozent der Befragten, hochgerechnet also um die 20 Millionen Briten, kein Verständins von Kryptowährungen. Ähnliche Ergebnisse lieferte eine im März von Cloud-Dienstleister intY in durchgeführte Studie: In dieser verband rund ein Drittel der Befragten den Begriff “Cryptocurrency” mit der Finanzierung von Beerdigungen. Bei der Frage, was sie sich unter dem Begriff “Blockchain” vorstellen, gaben 41 Prozent eine “altmodische Toilettenspülung” an.

Das Problem der Unwissenheit bzw. des Desinteresses in Bezug auf Kryptowährungen ist freilich nicht auf Großbritannien einzugrenzen. Auch in Deutschland lassen die 30 Prozent, die sich laut einer Postbank-Studie aus dem Juni für Bitcoin und C0. intesessieren, einen eindeutigen Schluss zu: Es ist noch ein weiter Weg zur Mainstream-Adaption. Bis dahin und bis in alle Ewigkeit gilt: Do Your Own Research!

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