Trendanalyse: So identifiziert man Bitcoin-Preistrends

Mark Preuss

von Mark Preuss

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Mark Preuss

Mark Preuss ist Gründer und Geschäftsführer von BTC-ECHO. Nach seinem Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und in China führten ihn verschiedene berufliche Stationen im Finanzwesen zunächst in die Schweiz und schließlich nach Düsseldorf. Schon früh begeisterte er sich für digitale Währungen und die Blockchain-Technologie. In Ermangelung einer Anlaufstelle im deutschsprachigen Raum entschied sich Mark schließlich Ende 2013 dazu, mit BTC-ECHO eine eigene Medienplattform zu digitalen Währungen und Blockchain ins Leben zu rufen. Seither hat er BTC-ECHO zur reichweitenstärksten deutschsprachigen Plattform für Kryptowährungen entwickelt.

Bitcoin Chart
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Trends spielen beim Handel von Bitcoin eine wichtige Rolle. Sie geben Händlern die Chance Gebrauch von speziellen Mustern zu machen um so bessere Entscheidungen treffen zu können. Denn Entscheidungen sollten nicht nur auf einem Auf und Ab von Preisen oder noch schlimmer dem Bauchgefühl beruhen. Aber wie kann man einen Trend anhand von Diagrammen identifizieren?

lang unsichtbarer Linien in der Vergangenheit entwickelt hat:

Diese Darstellung sieht immer anders aus, je nachdem für welche Zeitperiode man sich entscheidet. Wöchentlich, täglich, stündlich oder anhand eines 30-Minuten Diagramms:

Trendlinien und Trendkanäle


Die Linien in den obigen Diagrammen nennt man Trendlinien. Dennoch ist es auch offensichtlich, dass der Bitcoin-Preis nicht genau diesen Trendlinen folgt. Meistens bewegt sich der Bitcoin-Preis auf diesen Linien auf und ab:

Dies nennt man dann Trendkanal. Der Trendkanal ist das wohl am meisten genutzte Konzept in der technischen Preisanalyse. Ein wichtiger Aspekt bei den Trends ist, dass sie in kurze Trend-Segmente eingeteilt werden können, welche wiederum aus noch kürzeren Segmenten bestehen:

Preistrends sind von Natur aus sehr fraktal. Das bedeutet dass sie sich meist sehr ähneln, egal in welcher Zeitperiode man sie betrachtet.

Wie erstellt man Trendlinien und Trendkanäle

Es ist eigentlich ganz einfach Trends abzubilden. Alles was man dazu braucht ist eine interaktive Diagramm-Plattform wie z.B. die von Coinstacks, Bitcoin-Charts oder ZeroBlock. Dort benutzt man dann das “line” oder “channel” Tool wie folgt:

Aufwärtstrends

Generell wird bei den Aufwärstrends eher das niedrigere Preissegment berücksichtigt. Dazu muss man also mit der Trendlinie beim Tiefstpreis beginnen [1]. Dann zieht man die Linie zum nächst höheren Tiefstpreis [2]. Je nach Tool wird die Linie automatisch nach rechts oder links erweitert:

Die blaue “Moving Averages” (fortlaufender Durchschnitt / Durschnittsindikator) Linie ist ein guter Indikator und hilft dabei die Linie in einem angemessenen Winkel zu ziehen. Meisten ist ein wenig Fingerspitzengefühl gefragt und ein Nachjustierung notwendig. Wichtig ist, dass das Preistief so akkurat wie möglich getroffen wird. Trendlinien treffen fast nie genau den Preis, da es immer Kerzen gibt die extremer ausschlagen.

Abwärtstrends

Abwärtstrends zeichnet man genauso wie Aufwärtstrends, nur dass sie beim Höchstpreis [1] beginnen:

Fortgeschrittener Tipp: Logarithmische Diagramme

In vielen Preisdiagrammen kann man oft ein Exponentielles Wachstum beobachten, genauso wie es bei der Preisrallye im Oktober und November 2013 der Fall war:

Exponentialkurven werden auf einer logarithmischen Skala auf geraden Linien dargestellt. Die gleiche Preisserie sieht dann so aus:

Jetzt können Trendkanäle auch genutzt werden um ganz einfach ein exponentielles Wachstum darzustellen. Man sollte jedoch beachten, dass nicht alle Plattformen logarithmische Diagramme anbieten.

Wie man Trends für den Handel nutzt

Auch wenn Trends beim Handel von Bitcoin sehr nützlich sind, ist es nicht empfehlenswert sie als einzigste Grundlage für einen Einstieg zu nutzen. Auch wenn der Bitcoin-Preis bei einem Aufwärtstrend die untere Trendlinie berührt und es so aussieht, als wäre es der prefekte Zeitpunkt einzusteigen, sollte man auch weitere Indikator wie z.B. das Handelsvolumen in die Entscheidung mit einfließen lassen um sicher zu gehen, dass der Trend nicht abbricht und man Gefahr läuft Geld zu verlieren.

Idealerweise sollte man mehrere Indikatoren in eine Kaufentscheidung mit einfließen lassen, was die Chance auf einen profitablen Handel stark erhöht.

Darüber hinaus sollte man auch immer verschiedene Zeitperioden (wöchentlich, täglich stündlich usw.) genau beobachten. Denn auch wenn es z.B. in einem stündlichen Preisdiagramm so aussieht als befindet sich der Bitcoin-Preis in einem Aufwärtstrend, kann ein wöchentliches Diagramm Aufschluss darüber geben, dass sich der Bitcoin in Wahrheit in einem langfristigeren Abwärtstrend befindet.

BTC-Echo

Englische Originalfassung von Christoph Cronimund via Coindesk.com

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Image Source: Coindesk

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