Tim Draper und Capital300 statten deutsches Blockchain-Start-up Authenteq mit 5 Millionen US-Dollar aus

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Tim Draper und Capital300 statten deutsches Blockchain-Start-up Authenteq mit 5 Millionen US-Dollar aus

Tim Draper, Venture Capitalist und Krypto-Urgestein, investiert gemeinsam mit Capital300 fünf Millionen US-Dollar in das deutsch-isländische Blockchain-Start-up Authenteq. Authenteq arbeitet an einer blockchainbasierten Lösung für das automatisierte Identitätsmanagement.

Das Identitätsmanagement auf der Blockchain gilt als einer der großen Anwendungsfälle der Technologie. Das dachte sich wohl auch Tim Draper. Der Risikokapitalgeber und frühe Bitcoin-Investor hat sich eigentlich als Bitcoin-Bulle und Maximalist einen Namen gemacht. Offenbar hält er aber die Blockchain-Technologie in einigen Fällen doch für unterstützenswert.

Tim Draper während des Web Summit 2017 im portugiesischen Lissabon. Wer genau hinschaut, erkennt Drapers Lieblings-Kryptowährung.

Daher darf sich Authenteq ab sofort zum erlesenen Kreis derjenigen Start-ups zählen, denen sich Tim Draper angenommen hat. Gemeinsam mit Capital300 stattet der Investor das in Berlin und Reykjavik ansässige Unternehmen Authenteq mit insgesamt fünf Millionen US-Dollar aus. Dies geht aus einer Pressemitteilung hervor, die Capital300 am 11. Januar veröffentlichte.

Identity-Verification-as-a-Service

Authenteq arbeitet an einer blockchainbasierten Lösung für das Online-Identitätsmanagement. Anstatt sich wie üblich über Passwörter, Fingerabdrücke oder TANs zu verifizieren, soll der Service des Start-ups die Identifikation via Blockchain automatisieren – und sicherer gestalten. Dafür müssen die Nutzer Unternehmensangaben zufolge lediglich einmal ein Foto des Personalausweises hinterlegen. Mithilfe der Authenteq-App können Nutzer dann eine ganze Reihe von Online-Diensten nutzen, bei denen vormals noch aufwendige Identifikationsprozesse notwendig waren. Das Start-up möchte also mittels Blockchain das Durchlaufen von KYC (Know your Customer – Kenne deine Kunden) erleichtern.

Dies sei ein vielversprechender Blockchain-Use-Case, meint Peter Lasinger von Capital300:

„Mehrere Dinge haben zu diesem Investment geführt. Derzeit ist es noch ein riesiges Problem, Authentifizierungen durchzuführen. Im Web und im Retail wird das immer wichtiger, die Kosten dafür sind aber sehr hoch.”

Die Investition könnte sich schon in naher Zukunft auszahlen. Schließlich gilt der Markt für „Identity-Verification-as-a-Service“, also das automatisierte Identitätsmanagement mittels Blockchain, als riesiger Wachstumsmarkt. McKinsey zufolge könnten sich die weltweiten Umsätze von derzeit 10 Milliarden US-Dollar in den kommenden Jahren verdoppeln.

Mit der Kapitalerhöhung möchte Authenteq vor allem in Humankapital investieren. Das 22-köpfige Team, das derzeit an den beiden Standorten in Deutschland und Island an der Entwicklung der Produkte arbeitet, dürfte sich also in den kommenden Wochen vergrößern.

Authenteq muss mit Konkurrenz rechnen

Derweil ist Authenteq mitnichten alleine auf weiter Flur. Das Identitätsmanagement auf der Blockchain besticht bereits mit einer gewissen Historie. Hervorzuheben ist hierbei die zukunftsgewandte Haltung Jordaniens. Im Flüchtlingslager Azraq können Geflüchtete mittels Iris-Scan über ihr Guthaben verfügen, welches auf einer Blockchain abgelegt ist. So können sie Zahlungen im Supermarkt vollständig digital und sicher authentifizieren.

Zum kleinen 1-mal-1 über die Geschichte der Identität gelangt ihr hier.

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