Krypto-Regulierung Südkorea will 20 Prozent Bitcoin-Steuer erheben

Dana Hajek

von Dana Hajek

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Dana Hajek

Dana absolviert ihr Masterstudium in Journalismus, Medien und Globalisierung an der City University in London. Sie ist überzeugt, dass Blockchains ein gewaltiges Nutzungs- und Transformationspotenzial aufweisen und in nur wenigen Jahren die Welt auf den Kopf stellen werden.

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Südkorea will 20 Prozent Bitcoin-Steuer erheben

Quelle: Shutterstock

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Die südkoreanische Regierung will den Handel von Digitalwährungen mit Auflagen versehen und besteuert zunächst die Gewinne ausländischer Kunden. Das geht aus einem aktuellen Bericht der Korea Times hervor.

Angesichts der steigenden Kurszuwächse will die nationale Steuerbehörde Südkoreas den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin mit 20 Prozent besteuern. Die Kapitalgewinne werden als „Sonstige Einkünfte“ eingestuft – in einer Kategorie mit Gewinnen aus Preisgeldern oder Lottogewinnen.

Der Begriff „virtuelle Währung“ – oder ähnliche Bezeichnungen – waren bislang nirgendwo im koreanischen Steuergesetz enthalten. Daher ließen sich auch Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen in dem Land nicht besteuern. Das will das Ministerium für Wirtschaft und Finanzen mit einer genaueren Prüfung und Kontrolle der erzielten Gewinne jetzt ändern, so das Nachrichtenmagazin Korea Times am 20. Januar unter Berufung eines anonymen Regierungssprechers des Ministeriums.

Gleiche Besteuerung von Kryptowährungen und Lotterie 

Während zuvor die zuständige Dienststelle für Vermögenssteuer die Kapitalgewinne von Kryptowährungen wie Bitcoin überprüfte, ist inzwischen die Einkommenssteuerabteilung für die weiteren Auflagen verantwortlich. Laut des koreanischen Business-Magazins Pulse wird die Regierung die Gewinne aus dem Handel mit Kryptowährungen als „Sonstige Einkünfte“ und nicht, wie zuvor angenommen, als Kapitalgewinne verzeichnen. „Sonstige Einkünfte“ unterliegen einer Besteuerung von 20 bis 40 Prozent des gesamten Betrags. Darunter fallen auch Gewinne aus Preisgeldern oder der Lotterie. Laut des Regierungssprechers sei der Plan zur Besteuerung jedoch noch nicht vollends abgeschlossen.

Klarheit über Krypto-Steuer ist dringend erforderlich


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Eine klare Regelung für die Besteuerung von Kryptowährungen ist in Südkorea notwendig. Besonders deutlich wurde das, als Ende Dezember Bithumb Holdings Co. Ltd., die sechstgrößte Kryptowährungsbörse der Welt und führende des Landes, in die Mangel genommen wurde. Die Forderung der Steuerbehörden: Bithumb soll 80,3 Milliarden südkoreanische Won, in etwa 69,1 Millionen US-Dollar, an Steuern zahlen.

Die Forderung des Nationalen Steuerdienstes (National Tax Service, NTS) beruft sich auf die Aktivitäten der ausländischen Kunden der Börse. Die Gewinne von Ausländern und Ausländerinnen wurden von derselben Behörde als „Sonstige Einkünfte“, also zu besteuerndes Einkommen, gelistet, und die Steuern direkt über die Börse eingezogen.

Wie im Januar bekannt wurde, hat Vidente Co., der größte Anteilseigner der Holding, beschlossen, rechtliche Schritte gegen die Forderung einzuleiten. Der Vorwurf habe keine Grundlage, da Kryptowährungen wie Bitcoin keinen gesetzlichen Vermögenswert darstellen, erklärte auch der Berater des finanziellen Aufsichtsdienstes Choi Hwoa-in.

Bedeutende Entwicklungen seit 2017

Dabei konnten die südkoreanischen Behörden in puncto Regulierung bedeutende Entwicklungen verzeichnen, seit Park Yong-jin, ein Mitglied des National Policy Committee der regierenden Demokratischen Partei, 2017 die erste Steuerpolitik für Kryptos eingeführte.

Im Jahr 2019 verabschiedete das National Policy Committee der südkoreanischen Nationalversammlung ein Gesetz, das Kryptowährungen formell als digitale Vermögenswerte klassifiziert. Dadurch wurde ein regulatorisches Fundament für den Betrieb und Handel von Kryptowährungen geschaffen.

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