Fair Trade Starbucks: Blockchain klärt über Lieferkette von Kaffee auf

Christian Stede

von Christian Stede

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Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Anhand eines Codes auf der Verpackung können Starbucks-Kunden Aufschluss über die Herkunft ihres Kaffees bekommen.

Die Anwendungen der Blockchain–Technologie sind vielfältig. Schon öfters hat BTC-ECHO über Unternehmen berichtet, die sie einsetzen, um ihre Lieferketten zu überwachen. Nun hat der US-amerikanische Kaffeegigant Starbucks ein entsprechendes Konzept präsentiert. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg mitteilt, steht dieser spezielle Service Starbucks-Kunden seit diesem Dienstag zur Verfügung. Anhand eines Codes auf der Verpackung können sie herausfinden, woher die Bohnen stammen und wo sie geröstet wurden. Sogar Zubereitungstipps von Baristas sind Teil dieses Services.

Michelle Burns, Senior Vice President von Starbucks hat laut Bloomberg erklärt, dass dieser Informationsfluss durchaus keine Einbahnstraße ist. Denn die Keffebauern erhalten ebenfalls einen Code, mit dem sie die von ihnen angebauten Produkte verfolgen können. Für die Technologie dieses Prozesses sorgt der Software-Riese Microsoft

Die Daten, auf die das entwickelte Tool zurückgreift und per Blockchain verarbeitet, sammelt Starbucks bereits seit mehr als einem Jahrzehnt. Natürlich ist für Starbucks nicht nur die reine Information von Nutzen. Das Vorhaben kann man nämlich mit Fug und Recht auch als eine Art Imagekampagne verstehen. Diese hat das Ziel, nachhaltig denkende und vor allem junge Verbraucher anzuziehen. Viele von ihnen bevorzugen nämlich die eher kleinere Geschäfte und sind skeptisch gegenüber den großen Ketten.

Für Starbucks ist es wichtig, auf Fair Play zu setzen


Weil Fairness einen immer größeren Stellenwert beim Einkauf einnimmt, insbesondere bei den sogenannten Millennials, sehen sich Global Player wie Starbucks in der Pflicht, ihre Kunden zu informieren, woher ihre Lebensmittel stammen. Die Art des Anbaus wie auch die Produktionsbedingungen spielen für den Konsumenten heutzutage eine größere Rolle als noch vor einigen Jahrzehnten. Fans von Fair Trade Kaffee möchten sicher sein, dass die Bohnen auf nachhaltige und ethische Weise produziert wurden. Außerdem möchte man die Ausbeutung kleiner Bauern nicht unterstützen. Das zwingt einige der weltgrößten Lebensmittelkonzerne und Agrarrohstoffhändler dazu, ihre Lieferketten transparenter zu gestalten. Und dafür wenden sie sich der Blockchain–Technologie zu.

Eine ähnliche Initiative hatte unlängst der Starbucks-Konkurrent J.M.Smucker gemeinsam mit dem IT-Giganten IBM gestartet. Die Rückverfolgung von Kaffee kann dabei durchaus komplizierter sein, als sie für den Laien auf den ersten Blick scheint. Manchmal kommt es zu Misslungen von Bohnen verschiedener Farmen. Es gibt aber auch single-origin Packungen, bei dem alle Bohnen von ein und demselben Landwirt kommen. Diesem Unterschied können die Kunden nun selber nachgehen.


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