Das bekannte DeFi-Dashboard Zapper stellt nach fast sieben Jahren ihren Betrieb ein. Am 3. August soll die Plattform vollständig abgeschaltet werden. Davon betroffen sind neben der Website auch die mobilen Apps und API-Services des Unternehmens, wie CEO und Mitgründer Seb Audet angekündigte.
Warum Zapper den Rückzug antritt
Das sich das Unternehmen nun vollständig aus dem Markt zurückzieht, kam für viele überraschend. Noch 2024 sollte das bestehende Ökosystem erweitert werden und es wurde sogar ein eigener ZAP-Token angekündigt. Die genauen Gründe für den Rückzug nennt Zapper nicht. Dem vernehmen nach handelt es sich um ein Zusammenspiel verschiedener Ursaschen die letztlich dazu geführt haben. Am wahrscheinlichsten gilt aber eine Kombination aus der aktuell schwierigen Marktlage und der Herausforderungen bei der Monetarisierung eines DeFi-Dashbaords, in Kombination mit den hohen Anforderungen für die Aufrechterhaltung einer plattformübergreifenden Infrastruktur.
Für die Nutzer bleiben die Folgen der Abschaltung allerdings überschaubar. Wer bislang API-Dienste der Plattform in Anspruch nimmt, wird von der Abschaltung per E-Mail informiert. Davon betroffene Nutzer sollten spätestens bis zum 3. August wichtige Portfoliodaten und Transaktionshistorien sichern, sofern diese ausschließlich über Zapper abgerufen werden.
Ende des Defi-Hypes?
Seit dem DeFi Sommer 2020 mit dem anschließenden Hype-Jahr 2021 hat sich der Sektor deutlich abgekühlt. Von den damals fast 180 Milliarden US-Dollar sind inzwischen nur noch 72 Milliarden US-Dollar in DeFi-Protokollen gebunden. Das entspricht einem Rückgang von 60 Prozent. Das Ende von Zapper passt dabei in dieses Bild. Von einem Ende dezentraler Finanzanwendungen kann jedoch nicht die Rede sein. Dexs verzeichnen weiterhin einen monatlich gehandeltes Volumen von 133 Milliarden US-Dollar. Damit ist der DeFi Sektor von seiner Hype-Phase nun in eine Zeit der Konsolidierung übergegangen.
