Auf der Kippe Wie zwei DAOs ein südkoreanisches Museum retten wollten

Die größte, private Kunstsammlung Südkoreas steht auf der Kippe. Finanziell ging es dem Museum schon länger schlecht. Um über die Runden zu kommen, möchte die kulturelle Einrichtung zwei Statuen verkaufen, die von der südkoreanischen Regierung als Nationalschätze eingestuft werden.

Marlen Kremer
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Seoul in Südkorea

Beitragsbild: Shutterstock

  • Aufgrund finanzieller Engpässe sah sich das Kansong Kunstmuseum gezwungen, zwei Nationalschätze der Sammlung am 27. Januar zur Auktion freizugeben.
  • Zwei Decentralized Autonomous Organizations (DAOs) haben sich zum Ziel gesetzt, die zwei goldenen Kunstwerke, die jeweils bis in das 11. und 6. Jahrhundert zurückreichen, zu ersteigern, und sie in dem Museum weiterhin auszustellen.
  • Die National Treasures DAO hoffte, bis zum 26. Januar etwa 4 Millionen US-Dollar einzunehmen, um den Mindestpreis und die Auktionskosten für eine Statue aufzubringen. Mithilfe von NFTs auf der Klaytn Blockchain sollten Spenden gesammelt werden. Eine entsprechende Smart-Contracts-Infrastruktur sollte dabei die Rückzahlungen übernehmen, falls das Ziel nicht erreicht würde.
  • Letztlich nahm die DAO jedoch lediglich etwas mehr als die Hälfte bis zur Deadline ein und verfehlte ihr Ziel, einen der Nationalschätze zu erwerben.
  • Die HeritageDAO ist ein weiterer Zusammenschluss, der versuchte, bei der Auktion des Museums teilzunehmen. Jedoch scheiterte dieser Anlauf ebenfalls. Medienberichten zufolge verblieben die Nationalschätze damit in der Obhut des Kansong Kunstmuseums.
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