Bitcoin kommt seit Monaten nicht aus der Abwärtsphase heraus und kämpft mit der Marke von 60.000 US-Dollar. Nun sorgt ein Trader für Aufsehen, indem er mit einer Short-Position im Wert von 64,95 Millionen US-Dollar darauf wettet, dass der BTC-Kurs weiter fällt. Solche Positionen werden von vielen Marktteilnehmern genau beobachtet, weil sie einen Einblick in die Erwartungen erfahrener Investoren geben können.
Der Trader setzte auf einen 20-fachen Hebel und ging die Position bei einem Bitcoin-Kurs von 58.411 US-Dollar ein. Sein Liquidierungspreis liegt bei 67.919 US-Dollar. Steigt Bitcoin bis zu dieser Marke, wird die Position automatisch geschlossen. Aktuell liegt der Trader mit rund 1,39 Millionen US-Dollar im Minus.
Bitcoin und riskante Hebelwetten
Je nach Hebel können schon vergleichsweise kleine Kursbewegungen ausreichen, um eine Position vollständig zu liquidieren. Das unterscheidet Hebeltrading deutlich vom klassischen Spot-Kauf, bei dem Anleger Bitcoin direkt erwerben und unabhängig von Kursschwankungen besitzen.
Wie schnell sich das Blatt wenden kann, zeigte sich erst kürzlich am Krypto-Markt. Innerhalb von nur einer Stunde wurden Positionen im Wert von rund 630 Millionen US-Dollar liquidiert. Auslöser können sowohl unerwartete Nachrichten als auch größere Verkäufe einzelner Marktteilnehmer sein. In einem volatilen Markt reichen oft schon wenige Prozent Kursbewegung aus, um gehebelte Positionen aus dem Markt zu drängen.
Ob der Trader mit seiner Wette am Ende richtig liegt, bleibt offen. Sollte sich die Stimmung am Krypto-Markt ins Positive drehen, könnte aus der millionenschweren Bitcoin-Wette allerdings schnell ein enormer Verlust werden.

