- Rohit Chopra will Krypto-Wallet-Anbieter an die Kandare nehmen. Der Direktor des US-Büros für Verbraucherschutz und langjährige Verbündete von Krypto-Gegnerin Elizabeth Warren veröffentlichte gestern einen entsprechenden Vorschlag.
- Dadurch könnte das nach der Finanzkrise 2008 gegründete Büro zukünftig Wallet-Anbieter als Finanzinstitute regulieren, die elektronische Geldtransfers anbieten.
- Die Konsequenz: MetaMask, Phantom und andere beliebte Wallet-Anbieter könnten für betrügerische oder irrtümliche, “nicht autorisierte” Transaktionen haftbar gemacht werden.
- In der Krypto-Community stößt der Vorschlag auf wenig Gegenliebe: “Das ist so, als würde man einen Hammerhersteller für den Missbrauch eines Hammers haftbar machen”, schreibt etwa Founders Fund Partner Joey Krug in einem X-Post.
- “Gehackt, weil Sie … glaubten, dass das Model in Malaysia 5.000 US-Dollar brauchte, um zu Ihnen zu fliegen? Keine Sorge, ihr Wallet-Anbieter könnte dafür aufkommen müssen,” meint Bill Hughes von Consensys in einem sarkastischen Kommentar.
- Die als “Krypto-Schurkin” geltende Senatorin Warren hatte die Einrichtung des Büros ursprünglich bereits 2007 während ihrer Zeit Harvard-Professorin vorgeschlagen.
- Allerdings müssen sich die Wallet-Anbieter nicht zu sehr ängstigen, denn laut einer Entscheidung des Supreme Courts kann der US-Präsident den Direktor des Büros grundlos entlassen.
- Da die am 20. Januar startende Trump-Regierung als Krypto-freundlich gilt, könnte die Interpretationsregel von Chopra also bald wieder in der Schublade verschwinden. Und das Büro einen neuen Direktor bekommen – oder gleich aufgelöst werden.
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