Die Goldpreis-Rallye im vergangenen Jahr ließ den langjährigen Bitcoin-Skeptiker Peter Schiff frohlocken. Kein Wunder, hatte er doch stets die Vorzüge des glänzenden Edelmetalles angepriesen und BTC-affine Anleger vor einer “neuen Tulpenblase” gewarnt. Dass nun ausgerechnet der krisensichere Hafen Gold trotz des dreiwöchigen Iran-Krieges zuletzt deutlich korrigierte, dürfte seine Laune aktuell etwas trüben. In einem neuen X-Post gibt Schiff nun zu Bedenken, dass ein baldiges Ende der militärischen Auseinandersetzung das Edelmetall weiter belasten könnte: “Sollte der Krieg bald enden, wäre das negativ für den Goldpreis”.
In einer Mitteilung von US-Präsident Donald Trump war am gestrigen Montag von “sehr guten und produktiven” Gesprächen zwischen den USA und Iran die Rede. Der Republikaner habe das Pentagon angewiesen, geplante Angriffe auf iranische Kraftwerke und Energie-Infrastruktur für fünf Tage aufzuschieben. Kurz darauf stiegen Bitcoin und die globalen Aktienmärkte leicht, wohingegen Gold seine Korrektur fortsetzte. Im Moment des Schreibens steht der Goldpreis bei 4.400 US-Dollar, was einem Verlust von knapp 19 Prozent im Vergleich zum Allzeithoch entspricht.
Trotz Gold-Korrektur: Peter Schiff rät Bitcoin-Investoren weiterhin zum Verkauf
Langfristig würde ein Kriegsende die positiven Effekte für Gold laut Schiff aber ohnehin nicht aufwiegen. Schließlich müsse das Weiße Haus weiterhin dafür aufkommen, die verbrauchten Waffen zu ersetzen und das wieder aufzubauen, was zerstört wurde. Die Konsequenz: “Es wird zu höheren Defiziten und stärkerer Inflation kommen, als wenn der Krieg nie geführt worden wäre.” Auf Jahressicht liegt der Goldpreis noch immer 49 Prozent im Plus, während Bitcoin rund 16 Prozent im Minus handelt.
Peter Schiff wäre jedenfalls nicht Peter Schiff, wenn er nicht auch in dieser schwierigen Edelmetall-Marktphase gegen Bitcoin schießen würde. Sein Ratschlag ist denkbar einfach: “Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, Hodler. Verkauft einfach jetzt eure Bitcoin und kauft Gold!”
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