Auf einer Konferenz in Miami hat Ripple-CEO Brad Garlinghouse eine Entwicklung skizziert, die in Finanzkreisen zunehmend Aufmerksamkeit erhält. Kryptowährungen stünden kurz vor ihrem “ChatGPT-Moment”. Was er damit meint: den Übergang von Experimenten hin zu strategischer Integration in Unternehmen.
Diese Verschiebung sei insbesondere in Vorstandsetagen großer Konzerne sichtbar. Führungskräfte aus Fortune-500- und Fortune-2000-Unternehmen diskutierten nicht mehr über die Relevanz digitaler Assets, sondern über konkrete Anwendungsfälle. Im Zentrum dieser Überlegungen stehen Stablecoins, etwa für Liquiditätsmanagement oder internationale Zahlungsströme.
Parallel dazu intensiviert sich das Engagement großer Banken. Laut Garlinghouse prüfen mehrere Institute die Emission eigener Stablecoins – auch in Europa arbeitet ein Bankenkonsortium an einem Euro-Stablecoin.
Ripple geht mit eigenem Stablecoin voran
Ripple selbst beobachtet über seine Infrastruktur Zahlungsströme im Volumen von rund 13 Billionen US-Dollar jährlich, die bislang nicht über Blockchain-Technologie abgewickelt wurden. Laut Garlinghouse ist das ein Indikator für erhebliches Wachstumspotenzial.
Das Unternehmen hinter XRP positioniert sich in diesem Markt zunehmend offensiv. Im Dezember 2024 startete das Unternehmen mit Ripple USD einen eigenen Stablecoin, der laut Daten von BTC-ECHO mit einer Marktkapitalisierung von rund 1,4 Milliarden US-Dollar zu den zehn größten Stablecoins zählt.

