Spekulationen um Novogratz-Aussage 

80.000 BTC verkauft – aus Angst vor Quantencomputern? Galaxy dementiert

Inmitten der massiven Kursrückgänge auf dem Krypto-Markt rücken erneut Ängste vor den Gefahren durch Quantencomputer in den Vordergrund.

Johannes Dexl
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Zu sehen ist ein Quantencomputer

Beitragsbild: picture alliance / Sven Hoppe

| Wie gefährlich sind Quantencomputer wirklich für Bitcoin?
  • Galaxy Digital sieht sich derzeit gezwungen, eine Erzählung einzufangen, die sich nach einem Interview mit CEO Mike Novogratz verselbstständigt hat. Demnach sei der milliardenschwere Bitcoin-Verkauf eines Galaxy-Kunden zumindest teilweise durch Angst vor Quantencomputern motiviert gewesen.
  • Der Trade, um den es geht, ist einer der größten öffentlich bestätigten Bitcoin-Verkäufe der vergangenen Jahre: Galaxy hatte im Sommer 2025 den Verkauf von mehr als 80.000 BTC mit einem Nominalwert von rund 9 Milliarden US-Dollar für einen frühen Investor abgewickelt. Schon damals löste das Ereignis Spekulationen über die Identität des Verkäufers, die Herkunft der Coins und mögliche Marktfolgen aus.
  • Neu ist nun die Debatte um das Motiv. Auslöser waren Novogratz’ Aussagen, die bei einigen Beobachtern als Hinweis darauf verstanden wurden, dass Quantencomputing-Risiken in Kundengesprächen wieder stärker präsent seien und in diesem konkreten Fall sogar eine Rolle gespielt haben könnten.
  • Diese Interpretation wurde anschließend von Alex Thorn, Head of Research bei Galaxy Digital, relativiert. Dabei machte Thorn klar, dass die Behauptung, der milliardenschwere Verkauf sei wegen Quantenangst erfolgt, so nicht zutreffe. Stattdessen verwies er auf die bereits zum Zeitpunkt der Abwicklung kommunizierte Begründung: Der Verkauf sei Teil einer breiteren Strategie der Vermögens- und Nachlassplanung gewesen.
  • Quantencomputing ist in den vergangenen Monaten wesentlich stärker in den Fokus von Krypto-Anlegern gerückt. Bitcoins heutige Signaturen basieren auf elliptischer Kurvenkryptografie. Ein hinreichend leistungsfähiger Quantencomputer könnte bestimmte kryptografische Verfahren angreifen. Krypto-Experte Nic Carter warnt daher: “Bitcoin-Entwickler schlafwandeln zum Kollaps”.
  • Gleichzeitig betonen viele technische Einschätzungen, dass ein solcher Durchbruch nicht kurzfristig bevorsteht und dass das Protokoll prinzipiell auf quantenresistentere Verfahren migriert werden könnte, auch wenn das ein komplexes Koordinationsprojekt wäre. Gerade weil das Thema technisch anspruchsvoll ist und der Zeithorizont schwer greifbar bleibt, eignet es sich als Projektionsfläche für Unsicherheit, besonders in Zeiten der starken Kursrückgänge auf dem Krypto-Markt.

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