Der Trend um Krypto-Treasury-Companies ist inmitten seines ersten echten Stresstests. Zu Beginn des Hypes reichte es Anlegern, wenn börsennotierte Unternehmen möglichst aggressiv Bitcoin, Ethereum oder andere Token akkumulierten. Inzwischen stellt sich eine deutlich unbequemere Frage: Wer hat zu teuer gekauft?
Die aktuellen Daten zeigen ein klares Bild. Unter den großen Digital Asset Treasuries liegt nur eine Gesellschaft deutlich im Plus: Hyperliquid Strategies. Alle anderen prominenten Namen sitzen derzeit auf teils erheblichen unrealisierten Verlusten.
Besonders auffällig sind BitMine Immersion Technologies und Strategy. BitMine kommt auf rund 8,3 Milliarden US-Dollar nicht realisierte Verluste, Strategy auf mehr als 2 Milliarden US-Dollar.
Strategy und BitMine in der Krise
Strategy bleibt der wichtigste Name im Segment. Das Unternehmen hält inzwischen 843.738 Bitcoin zu einem durchschnittlichen Kaufpreis von 75.700 US-Dollar je BTC. Damit ist Strategy weiterhin der größte börsennotierte Bitcoin-Halter der Welt.
Noch härter trifft es BitMine. Das Unternehmen um Tom Lee hat sich als Ethereum-Treasury positioniert und in kurzer Zeit mehrere Millionen ETH aufgebaut. Der Vorteil liegt auf der Hand: Ethereum kann gestaked werden und laufende Erträge generieren. Doch diese Erträge ändern wenig daran, dass ETH underperformt und BitMine derzeit den höchsten Buchverlust unter den betrachteten Krypto-Treasury-Companies ausweist.
Hyperliquid Strategies als Ausreißer
Hyperliquid Strategies sticht aus dem Feld heraus. Das Unternehmen ist derzeit die einzige größere Krypto-Treasury-Company mit einem klar positiven unrealisierten Ergebnis. Der Buchgewinn liegt bei rund einer Milliarde US-Dollar.
Das liegt nicht nur am besseren Timing. Hyperliquid zählt seit Launch konstant zu den besten Coins im Krypto-Markt. Der HYPE-Token profitierte von wachsender Nutzung der gleichnamigen Perp-DEX, hohen Einnahmen und einem Buyback-Mechanismus. Die HYPE-ETFs stellten zuletzt sogar einen neuen Tagesrekord auf.


