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New York Stock Exchange setzt auf Securitize für tokenisierte Aktien

Nach BlackRock schaltet nun die NYSE bei der Tokenisierung einen Gang hoch. Welche Folgen der neueste Vorstoß für Ethereum und Co. hat.

Johannes Macswayed
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Eine Seitenaufnahme des Gebäudes der New york Stock Exchange

Beitragsbild: Shutterstock

| Die New York Stock Exchange forciert zusammen mit Securitize die Tokenisierung klassischer Wertpapiere wie Aktien und ETFs

Die New York Stock Exchange (NYSE) arbeitet künftig mit dem Tokenisierungs-Spezialisten Securitize zusammen – das berichtet das Wall Street Journal. Ziel der Kooperation ist es, Aktien und börsengehandelte Fonds (ETFs) auf die Blockchain zu bringen.

Erste Pläne hatte die NYSE bereits im Januar angekündigt. Den Infrastruktur-Partner nannte sie damals noch nicht. Ein genaues Startdatum für die Plattform gibt es weiterhin nicht.

Securitize gilt als etablierter Akteur im RWA-Bereich und verwaltet bereits den tokenisierten Fonds des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock. Diese Expertise soll nun helfen, traditionelle NYSE-Finanzinstrumente in eine Blockchain-native Form zu überführen.

Wettbewerb unter Börsen nimmt zu

Mit ihren Ambitionen steht die NYSE nicht allein. Auch die Nasdaq treibt ähnliche Projekte voran und kooperiert dafür unter anderem mit der Krypto-Börse Kraken. Der Tokenisierungs-Trend scheint unaufhaltsam, denn immer mehr Institutionen erkennen die Vorteile verbesserter Kapitaleffizienz und transparenter Onchain-Daten.

Rückenwind kommt auch von der Regulierungsseite. Die US-Börsenaufsicht SEC hat zuletzt für mehr Klarheit rund um tokenisierte Wertpapiere gesorgt. TradFi-Schwergewichte wie Fidelity forderten die Behörde auf, die Integration von Krypto-Assets in bestehende Marktstrukturen zu beschleunigen.

Todesstoß für ETH und Co?

Für Krypto-Anleger ist dieser Schritt mehrdeutig. Bisher tendieren TradFi-Firmen eher zu geschlossenen, eigenen Netzwerken für die Abwicklung des tokenisierten Aktienhandels. Das könnte öffentliche Netzwerke wie Ethereum und Solana ins Hintertreffen bringen und Krypto-native Anbieter wie Hyperliquid unter Druck setzen. Profitieren könnten dagegen Projekte wie Canton, das mit institutionell freundlichen Features punktet, oder Chainlink, das Echtzeit-Daten onchain bringt.

Auf der anderen Seite legitimieren die Wall-Street-Vorstöße die Krypto-Branche weiter. Parallel zum privaten Börsen-Ökosystem entstehen in öffentlichen Netzwerken dezentrale Alternativen, die mit DeFi ein Gegenmodell zum Establishment aufbauen. Eine Koexistenz beider Welten wäre denkbar. TradFi-Adoption muss kein Nullsummenspiel sein.

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