- Die Krypto-Wettplattform Polymarket verwehrt Nutzern in Frankreich vorläufig den Zugang. Hintergrund ist die Kontroverse um Trump-Wahlwetten in Millionenhöhe, welche die französische Regierung zu einer Untersuchung veranlasste.
- Versucht man aus Frankreich auf den Prognosemarkt zuzugreifen, kommt es zu der Meldung, dass Polymarket für “Personen in den Vereinigten Staaten, Frankreich oder Ländern mit eingeschränkter Rechtsprechung” nur im View-Modus verfügbar sei.
- Französische Regierungsbehörden wurden auf Polymarket aufmerksam, weil der Krypto-Wal und französische Staatsangehörige “Théo” alias “Fredi9999” mit Wetten auf den Wahlsieg von Donald Trump fast 80 Millionen US-Dollar gewann.
- Ursprünglich wurde sein Gewinn niedriger geschätzt, aber Chainalysis korrigierte den Wert nach oben. Neben der Basis-Wette auf den Trump-Sieg setzte er auch auf die Swing States Pennsylvania, Michigan und Wisconsin sowie auf die Popular Vote.
- Herkömmliche Umfragen konnten den “Shy Trump Voter”-Effekt nicht berücksichtigen, erklärte Théo gegenüber dem WSJ. Er kam zu dem Schluss, dass Trump-Wähler häufiger nicht an Umfragen teilnahmen oder ihre politische Präferenz nicht nennen wollten.
- Entgegen der Manipulationsvorwürfe sei er persönlich “unpolitisch” und habe lediglich auf Basis seines eigenen datenbasierten Ansatzes den Trump-Sieg für wahrscheinlich gehalten.
- Warum der französische Staat dennoch ermittelt: Online-Glücksspiele sind in Frankreich streng reguliert, und jedes neue Glücksspielangebot bedarf einer exklusiven Genehmigung durch die Nationale Glücksspielbehörde (ANJ).
- Bisher gab es kein offizielles Verbot von Polymarket infolge der Trump-Wahlwetten durch die Behörde. Die Prognose-Plattform handelt offenbar aus Vorsicht, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.
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