Der Morgan Stanley Bitcoin Trust (MSBT) wird am morgigen 8. April an der NYSE Arca den Handel aufnehmen. Das schreibt Bloomberg-ETF-Experte Eric Balchunas auf X. Damit ist das Institut die erste große US-Bank, die ein eigenes Spot-Produkt emittiert, statt lediglich Drittanbieter-Lösungen an Kunden zu vermitteln.
MSBT setzt auf geringe Gebührenstrategie
Der Bank-Gigant setzt von Beginn an auf einen aggressiven Preiskampf. Mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,14 Prozent unterbietet Morgan Stanley die Konkurrenz deutlich. Zum Vergleich: Marktführer BlackRock verlangt für den iShares Bitcoin Trust (IBIT) derzeit etwa 0,25 Prozent. Diese Kostenstruktur zielt darauf ab, Marktanteile durch Kosteneffizienz und die direkte Einbindung in das eigene Wealth Management zu gewinnen.
16.000 Berater als Multiplikatoren
Die eigentliche Sprengkraft des MSBT liegt in der internen Infrastruktur. Das Netzwerk aus 16.000 Finanzberatern verwaltet Billionen an Kundenvermögen. Bisher erfolgte die Distribution von Krypto-ETFs auf der Plattform eher zurückhaltend oder über externe Manager. Durch das Inhouse-Produkt können Berater Allokationen nun direkt und kostengünstiger umsetzen.
Strukturell nutzt Morgan Stanley bewährte Partner: Coinbase fungiert als Custodian, während BNY Mellon die Administration übernimmt. Der Fokus liegt klar auf einer nahtlosen Integration in traditionelle Brokerage-Konten, um Bitcoin als festen Bestandteil klassischer Portfolios zu etablieren.
