Moody’s Ratings stellt Kreditanalysen erstmals direkt in einem Blockchain-Netzwerk bereit. Das Unternehmen gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass entsprechende Daten künftig über digitale Finanzinfrastrukturen zugänglich gemacht werden. Den Auftakt bildet das Canton Network.
Dort betreibt Moody’s einen eigenen Node und speist Kreditinformationen in laufende Prozesse ein. Das Netzwerk ist auf regulierte Finanzmärkte ausgerichtet und wird von institutionellen Akteuren zur gemeinsamen Datenverarbeitung genutzt. Ratings werden damit direkt in digitale Transaktionsabläufe eingebunden.
Technische Grundlage ist die “Token Integration Engine”. Sie verbindet bestehende Ratingsysteme mit Blockchain-Anwendungen und ermöglicht die Verteilung der Daten innerhalb dieser Umgebungen. Moody’s bleibt dabei für Erstellung und Kontrolle der Bewertungen verantwortlich.
“Während sich Finanzmärkte digitalisieren, bleibt der Bedarf an unabhängiger und verlässlicher Risikoanalyse unverändert”, sagt Fabian Astic, Global Head of Digital Economy bei Moody’s Ratings. Die bestehenden Standards würden auch in der neuen Infrastruktur angewendet.
Moody’s will die Nutzung der Technologie auf weitere Netzwerke ausweiten. Angaben zu einem konkreten Zeitplan machte das Unternehmen nicht.
