Kurz vor der Deadline 

MiCA-Lizenz: STOKR und Strike feiern regulatorischen Durchbruch in der EU

Kurz vor dem Ende der Übergangsfrist erhalten die Krypto-Plattformen regulatorisches grünes Licht für alle 27 EU-Mitgliedstaaten.

Johannes Dexl
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Krypto-Coins und EU Fahne

Beitragsbild: Shutterstock

| Die MiCA-Regulierung hält derzeit den europäischen Krypto-Raum in Atem

Pünktlich vor dem Ablauf der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli 2026 haben die digitalen Finanzplattformen STOKR und Strike entscheidende regulatorische Genehmigungen erhalten. Während STOKR in Luxemburg die Zulassung als Krypto-Dienstleister sowie als Zahlungsinstitut sichert, erlangt die europäische Entität von Strike die vollständige MiCA-Autorisierung in Malta. Beide Unternehmen sichern sich damit das Recht, ihre spezialisierten Krypto-Dienstleistungen grenzüberschreitend in allen 27 EU-Mitgliedstaaten unter einem einheitlichen Rechtsrahmen anzubieten.

STOKR erhält CASP- und PI-Lizenz

Die in Luxemburg ansässige Plattform STOKR erhielt von der dortigen Aufsichtsbehörde CSSF sowohl die CASP- als auch die PI-Lizenz. Diese Kombination erweist sich für das Geschäftsmodell als essenziell, da digitale Wertpapiere zwar außerhalb des MiCA-Geltungsbereichs liegen, die dazugehörigen Zahlungsströme jedoch eine Regulierung erfordern. Ohne beide Lizenzen können Plattformen zwar digitale Wertpapiere emittieren, aber kein Kapital in Stablecoins oder Krypto-Assets für Zeichnungen und Rückgaben bewegen.

Mit den neuen Lizenzen ermöglicht STOKR Asset Managern die Abwicklung der gesamten Transaktion über eine einzige regulierte Instanz. Das Unternehmen verwaltet seit 2018 über 1,3 Milliarden US-Dollar an digitalen Wertpapieren. Laut Geschäftsführer Tobias Seidl vereint die Struktur nun die Asset- und die Zahlungsseite in einer regulierten Einheit.

Strike rollt Bitcoin-Services EU-weit aus

Parallel dazu verkündete Strike die offizielle Autorisierung seiner europäischen Tochtergesellschaft Zap Europe Limited durch die Malta Financial Services Authority. Gründer und Geschäftsführer Jack Mallers betont den klaren Fokus des Unternehmens auf Bitcoin anstelle von Multi-Asset-Plattformen.

Die MiCA-Zulassung ersetzt die bisherigen nationalen Einzelregulierungen und erlaubt Strike das dauerhafte Angebot von Dienstleistungen wie provisionsfreien wiederkehrenden Käufen, kostenfreien On-Chain-Auszahlungen sowie speziellen Angeboten für Firmenkunden und vermögende Privatpersonen im gesamten EU-Raum.

Damit gehört Strike zu den wenigen Akteuren, die das MiCA-Verfahren rechtzeitig abgeschlossen haben, während viele europäische Anbieter ohne Zulassung vor einer Aussetzung ihrer Dienste stehen. Auch einige große Krypto-Börsen wie die von Gründer Changpeng “CZ” Zhao stehen vor dem EU-Aus – das sollten Binance-Nutzer jetzt tun.

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