Während Ripple seine institutionellen Kooperationen weiter ausbaut und zunehmend im globalen Finanzsystem Fuß fasst, zeigt sich bei XRP ein deutlich anderes Bild. Der Ripple-Coin ist seit Jahresbeginn um rund 31 Prozent gefallen und notiert aktuell etwa 64 Prozent unter seinem Allzeithoch.
Neue On Chain-Daten liefern nun zusätzliche Einblicke in die Lage der Anleger. Demnach verzeichneten Wallets, die im vergangenen Jahr im XRP Ledger aktiv waren, durchschnittliche Verluste von rund 41 Prozent. Diese Entwicklung deutet darauf hin, dass viele Investoren zu deutlich höheren Kursen eingestiegen sind und bislang keine Erholung erleben konnten.
XRP-Daten zeigen schwache Marktstruktur
Ein zentraler Indikator in diesem Zusammenhang ist der sogenannte MVRV-Wert (Market Value to Realized Value). Dieser misst das Verhältnis zwischen dem aktuellen Marktwert eines Assets und dem durchschnittlichen Kaufpreis aller im Umlauf befindlichen Coins. Liegt dieser Wert in einem sehr niedrigem Bereich, deutet dies darauf hin, dass ein Großteil der Anleger aktuell im Verlust ist. Ein vergleichbar niedriger Wert wurde zuletzt nach dem FTX-Crash im November 2022 erreicht.
Genau dieses Bild zeigt sich derzeit bei XRP. Die Daten legen nahe, dass viele Marktteilnehmer unter Wasser stehen, was kurzfristig zusätzlichen Verkaufsdruck erzeugen kann. Ob sich daraus mittelfristig eine Erholung entwickeln kann, dürfte maßgeblich davon abhängen, ob sich die Marktstruktur stabilisiert und neue Nachfrage entsteht.
