- Die Krypto-Börse Coinbase Global steht vermutlich vor Umsatz- und Gewinnrückgängen, wenn zukünftig mehr Investoren Bitcoin über günstige ETFs handeln. Potenzielle Coinbase-Kunden werden nach der Genehmigung der Bitcoin-ETFs in der letzten Woche durch niedrigere Transaktionsgebühren zu etablierten Broker-Plattformen gelockt.
- Der Coinbase-Aktienkurs stieg im vergangenen Jahr um fast 400 Prozent, parallel zur wachsenden Begeisterung über die erwartete Bitcoin-ETF-Zulassung. Von ihrem Hoch bei 186 US-Dollar Ende Dezember stürzte die Aktie jedoch dramatisch ab und steht aktuell bei nur noch 124 US-Dollar.
- Seit langem gilt Coinbase als Titan mit erheblichem Einfluss und Marktdominanz im Krypto-Sektor. Die Genehmigung kostengünstiger Bitcoin-ETFs hat nun allerdings Spekulationen über deren Fähigkeit ausgelöst, den Marktführer Coinbase zu entthronen.
- Nicht weniger als acht von elf ETF-Listungen nennen Coinbase als Verwahrstelle, aber das Unternehmen gab bisher seine Verwahrgebühren nicht an. CFRA Research-Analyst Michael Elliott ist der Ansicht, dass der Anstieg der Verwahrgebühren nicht ausreichen wird, um den Verlust von Anlegern an Bitcoin-ETFs auszugleichen.
- Fast die Hälfte des Umsatzes von Coinbase stammt aus den Transaktionsgebühren. Dabei nimmt Coinbase bis zu 0,6 Prozent für Transaktionen bis zu einem Wert von 10.000 US-Dollar, wohingegen etwa BlackRock mit einer Gebühr von 0,12 Prozent startet.
- Für kleinere Transaktionen bis zu 1.000 US-Dollar liegt die Gebühr bei Coinbase sogar zwischen 1,5 Prozent und 3 Prozent. Dies könnte das Unternehmen unter Druck setzen, die Gebühren und auch die Spreads zukünftig zu reduzieren, was einen Verlust an Einnahmen bedeuten würde.
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