Bei den US-amerikanischen ETFs auf Bitcoin zeichnet sich nach einer schier endlos erscheinenden Serie an Abflüssen eine erste Erholung ab. Nach Daten von SoSoValue flossen am gestrigen 6. Juli 266 Millionen US-Dollar in die Produkte. Bereits am 2. Juli, dem letzten Handelstag vor dem langen US-Wochenende, waren Zuflüsse von 222 Millionen US-Dollar verzeichnet worden. Am Freitag fand in den USA wegen des Feiertags kein Börsenhandel statt. Damit stehen die Bitcoin ETFs nun bei zwei Handelstagen in Folge mit positiven Nettozuflüssen.
Zuvor hatten die Produkte über mehrere Handelstage hinweg teils hohe Abflüsse gesehen. Am 25. Juni waren laut SoSoValue rund 696 Millionen US-Dollar abgeflossen, am 24. Juni weitere 469 Millionen US-Dollar. Auch die Folgetage blieben zunächst rot. Die jüngsten Zuflüsse markieren damit eine klare Kehrtwende.
BlackRock-ETF führt Zuflüsse an
Getragen wurde der jüngste positive Handelstag vor allem vom iShares Bitcoin Trust von BlackRock. Nach den Daten von SoSoValue flossen am 6. Juli 209 Millionen US-Dollar in IBIT. Auch weitere Produkte verbuchten Zuflüsse, während der Grayscale Bitcoin Trust erneut Abflüsse verzeichnete. Insgesamt lagen die kumulierten Nettozuflüsse der Spot-Krypto-Fonds nach dem jüngsten Handelstag wieder bei 51 Milliarden US-Dollar.
Die ETF-Erholung fällt in eine Phase erhöhter Volatilität am Krypto-Markt. Bitcoin handelt aktuell wieder im Bereich von rund 63.000 US-Dollar, nachdem die Kryptowährung zwischenzeitlich bis auf unter 59.000 US-Dollar gefallen war.
Ob aus den jüngsten Daten eine nachhaltige Trendwende entsteht, bleibt offen. Die Zuflüsse zeigen jedoch, dass institutionelle Nachfrage nach der jüngsten Schwäche wieder zurückkehrt. Auch der jüngste Bitcoin-Verkauf von Treasury-Gigant Strategy trägt paradoxerweise zur Beruhigung des Krypto-Markts bei.
