Neue Untersuchung 

Jeder dritte Bitcoin durch Quantencomputer gefährdet?

Ein neuer Bericht untersucht die Gefahren von Quantencomputern für Bitcoin. Rund ein Drittel des gesamten BTC-Angebots könnte demnach bedroht sein.

Moritz Draht
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Eine rote verbogene Bitcoin-Münze

Beitragsbild: Shuttterstock

| Wie gefährlich werden Quantencomputer für Bitcoin?

Ein neuer Bericht von Ark Invest und dem Finanzdienstleister Unchained untersucht mögliche Risiken durch Quantencomputer für die Sicherheit des Bitcoin-Netzwerks. Das Resultat: Etwa 34,6 Prozent des gesamten Bitcoin-Angebots könnte laut Bericht langfristig anfällig für Angriffe durch Quantencomputer sein.

Die Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass derzeit rund 65,4 Prozent der existierenden Bitcoin nicht direkt gefährdet sind. Der potenziell angreifbare Anteil umfasst jedoch mehrere Kategorien älterer Adresstypen.

Etwa fünf Millionen Bitcoin gelten laut Bericht als grundsätzlich migrierbar, da Adressen mehrfach verwendet wurden. Weitere rund 1,7 Millionen Bitcoin befinden sich in sogenannten P2PK-Adressen. Zusätzlich sehen die Autoren etwa 200.000 Bitcoin aufgrund des Adresstyps Pay-to-Taproot als potenziell gefährdet.

Ein Angriff wäre zwar theoretisch möglich, jedoch nur dann, wenn Quantencomputer die elliptische Kurvenkryptografie von Bitcoin brechen könnten. Laut Bericht wären dafür rund 2.330 logische Qubits sowie Milliarden von Rechenoperationen erforderlich. Dieses Szenario sei vorerst nicht absehbar: “Die praktische Umsetzbarkeit solcher Systeme wird nach unseren Analysen noch viel Zeit erfordern”, heißt es.

Der Bericht stuft die Entwicklung deshalb als langfristiges Risiko ein. Fortschritte in der Quantenforschung würden schrittweise erfolgen und zahlreiche Warnsignale liefern, bevor eine tatsächliche Bedrohung für Bitcoin entstehe.

Nach Einschätzung der Autoren könnte der erste öffentliche Schlüssel frühestens Mitte der 2030er-Jahre durch einen Quantencomputer gebrochen werden. Langfristig müsse das Bitcoin-Netzwerk dennoch auf sogenannte Post-Quantum-Kryptografie umstellen.

Christopher Bendiksen, Head of Bitcoin Research bei CoinShares, warnt im Gespräch mit BTC-ECHO derweil vor zu viel Panik. Warum aus Sicht des Krypto-Experten die meisten Bitcoin-Adressen selbst im Zeitalter von Quantencomputern praktisch nicht angreifbar sind, erfahrt ihr hier: “Die meisten Bitcoin sind nicht angreifbar”: CoinShares-Forscher über Quantencomputer

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