Tokenisierung 

Fidelity: Finanzriese drängt SEC zu klaren Krypto-Regeln

Der Vermögensverwalter fordert von der Securities and Exchange Commission schneller klare Regeln für Krypto-Assets, tokenisierte Wertpapiere und deren Handel.

Johannes Dexl
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Fidelity-Logo an einem Gebäude

Beitragsbild: Shutterstock

| Fidelity ist einer der größten Vermögensverwalter und Finanzdienstleister der Welt

Fidelity Investments hat die US-Börsenaufsicht SEC dazu aufgefordert, ihre regulatorische Entwicklung zur Integration von Krypto-Assets in bestehende Marktstrukturen zu beschleunigen. Das Schreiben ist eine Reaktion auf die im Dezember von SEC-Kommissarin Hester Peirce veröffentlichte Bitte um Stellungnahmen dazu, wie nationale Wertpapierbörsen und ATS-Plattformen den Handel mit Krypto-Assets handhaben sollten.

Klare Regeln für Broker-Dealer

Fidelity formuliert dabei vier zentrale Empfehlungen. An erster Stelle steht die Fortsetzung der regulatorischen Entwicklung für Broker-Dealer, die mit Krypto-Assets arbeiten. Das Unternehmen verwies dabei auf jüngste SEC-Leitlinien, wonach Broker-Dealer sowohl Krypto-Asset-Wertpapiere als auch digitale Vermögenswerte, die nicht als Wertpapier gelten, verwahren dürfen. Dies sei ein “willkommener” Schritt, zugleich bestehe aber weiterhin Bedarf an zusätzlicher Klarheit bei Handels- und Verwahrpraktiken.

Peirce hat zudem Unternehmen, die sich mit Tokenisierung befassen, wiederholt dazu ermutigt, direkt mit den Regulierungsbehörden in Kontakt zu treten. Das unterstreicht eine offenere Haltung im Vergleich zu früheren, stärker durch Durchsetzungsmaßnahmen geprägten Ansätzen.

Tokenisierte Wertpapiere

Ein zentraler Schwerpunkt von Fidelitys Schreiben ist der Bedarf an klareren Regeln für tokenisierte Wertpapiere auf ATS-Plattformen. Das Unternehmen argumentiert, dass Broker-Dealer sich darauf verlassen können müssen, wie ein tokenisierter Vermögenswert klassifiziert wird – ob als traditionelles Wertpapier oder als komplexeres Instrument wie ein wertpapierbasiertes Swap-Geschäft.

Zudem forderte Fidelity eine Bestätigung, dass tokenisierte Versionen traditioneller Wertpapiere grundsätzlich denselben regulatorischen Status haben sollten wie ihre zugrunde liegenden Basiswerte. Darüber hinaus forderte Fidelity die SEC auf, zu prüfen, wie traditionelle, intermediär organisierte Märkte und dezentrale Handelsplätze nebeneinander bestehen können.

Außerdem empfahl Fidelity, Broker-Dealern die Nutzung der Blockchain für die Dokumentation und Aufzeichnung zu erlauben und klarzustellen, dass die Ermöglichung einer On-Chain-Abwicklung sie nicht als Clearingstelle klassifizieren würde.

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