Institutionelles Interesse 

Charles Schwab entwickelt neue Strategien für Krypto-Investments

Krypto wird für große Finanzakteure immer relevanter. Charles Schwab entwickelt dafür neue Investmentansätze.

Josip Filipovic
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Das Bild zeigt das Logo von Charles Schwab

Beitragsbild: picture alliance

| Diverse Investmenthäuser beschäftigen sich bereits mit Kryptowährungen

Der Einstieg großer Finanzakteure in den Krypto-Markt schreitet weiter voran. Der US-Finanzdienstleister Charles Schwab zählt mit einem verwalteten Kundenvermögen von über zwölf Billionen US-Dollar zu den größten Brokerhäusern weltweit. 

Angesichts der wachsenden Bedeutung von Kryptowährungen beschäftigt sich das Unternehmen zunehmend mit der Frage, wie Anleger sinnvoll Zugang zu digitalen Assets erhalten können, ohne dabei die Risiken aus dem Blick zu verlieren.

Zwei Strategien für Krypto-Investments

Im Mittelpunkt stehen dabei zwei unterschiedliche Ansätze für Krypto-Investments. Zum einen ein renditeorientierter Ansatz, bei dem Anleger gezielt auf Wachstum und Kursgewinne setzen. Hier geht es vor allem darum, von der Volatilität und den potenziell hohen Renditen des Krypto-Markts zu profitieren. Kryptowährungen werden in diesem Fall als chancenreiche Anlageklasse betrachtet, die gezielt ins Portfolio aufgenommen wird, um die Gesamtrendite zu steigern.

Dabei zeigt sich: Bei angenommenen rund 15 Prozent jährlicher Rendite kann die Bitcoin-Allokation je nach Risikoprofil zwischen etwa einem und 8,8 Prozent liegen, bei Ethereum zwischen 0,1 und 2,5 Prozent. Liegen die erwarteten Renditen unter zehn Prozent, könnte sich eine Beimischung kaum lohnen.

Dem gegenüber steht ein risikobasierter Ansatz. Dieser stellt nicht die maximale Rendite, sondern die Kontrolle von Schwankungen und Verlusten in den Vordergrund. Kryptowährungen werden hier eher als Beimischung gesehen, die nur einen kleinen Teil des Portfolios ausmacht.

In einem konservativen Portfolio kann eine Bitcoin-Allokation von rund 1,2 Prozent oder eine Ether-Allokation von etwa 0,9 Prozent bereits ein Gesamtrisiko von rund zehn Prozent des Portfolios ausmachen. In moderaten und risikofreudigen Portfolios liegen die Anteile höher. Hier bewegen sich Bitcoin-Allokationen bei etwa 2,8 bis vier Prozent und Ether bei rund zwei bis 2,9 Prozent, um ein ähnliches Risikoniveau zu erreichen.

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“Diese Ansätze können in Kombination genutzt werden, um Anlegern zu helfen, fundierte Entscheidungen zu treffen, wenn sie Kryptowährungen in ihr Portfolio aufnehmen möchten”, so Jim Ferraioli, Direktor für Forschung und Strategie im Bereich digitaler Währungen beim Schwab Center for Financial Research.

Schwab macht damit deutlich, dass es keinen einheitlichen Weg für Krypto-Investments gibt. Vielmehr hängt die Strategie stark von den individuellen Zielen und der Risikobereitschaft der Anleger ab. Während einige Investoren gezielt auf hohe Renditen setzen, bevorzugen andere einen vorsichtigeren Einstieg mit klar definierten Risikogrenzen.

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