- Der Bitcoin-Kurs gerät am Donnerstagabend ins Wanken und fällt zeitweise auf 84.400 US-Dollar, ein Verlust von mehr als 5 Prozent gegenüber dem Vortag. Auch andere “Risk Assets” erleiden Kursrückgänge: Der Tech-lastige Nasdaq Composite korrigiert um über 2 Prozent und büßt seine bisherigen Jahresgewinne fast vollständig ein. Die Microsoft-Aktie verliert nach einem Rückgang des Umsatzwachstums im Cloud-Bereich sogar 12 Prozent.
- Nicht nur die Sorge vor einem Platzen der KI-Aktienblase lässt Anleger derzeit nervös werden, sondern auch die erneuten geopolitischen Spannungen zwischen den USA und dem Iran. “Eine riesige Flotte ist auf dem Weg zum Iran. Sie bewegt sich schnell, mit großer Kraft, Begeisterung und Entschlossenheit“, schrieb US-Präsident Donald Trump in einem neuen Truth Social Post.
- Und drohte: “Wie im Falle Venezuelas ist sie bereit, willens und in der Lage, ihre Mission schnell, mit Geschwindigkeit und Gewalt, falls nötig, zu erfüllen”. Auf Polymarket wird die Wahrscheinlichkeit eines US-Angriffs auf den Iran im Januar auf lediglich 11 Prozent geschätzt, für das erste Quartal 2026 allerdings auf über 60 Prozent.
- Obwohl Bitcoin als dezentrale, nicht-staatliche Kryptowährung langfristig von der geopolitischen Unordnung profitieren könnte, wird es an der Wall Street derzeit noch als Risk-Asset eingestuft. In der laufenden Handelswoche verzeichneten die Spot ETFs von BlackRock, Fidelity und Co. Nettoabflüsse in Höhe von 160,2 Millionen US-Dollar.
- Auch Gold und Silber müssen nach der spektakulären Rallye der vergangenen Wochen leichte Preisrückgänge verkraften. Der Goldpreis fällt um 1,2 Prozent auf 5.360 US-Dollar, der Silberpreis um 1,8 Prozent auf 115 US-Dollar. Beide Edelmetalle brachen am späten Nachmittag kurzfristig um mehr als 5 Prozent ein, befinden sich um 19.00 Uhr (MESZ) aber wieder auf Erholungskurs.
- Im Jahresvergleich konnte der Goldpreis in US-Dollar um 96 Prozent zulegen, während der Silberpreis um beeindruckende 278 Prozent nach oben schnellte. Wegen der historisch außergewöhnlichen Preisanstiege bei den beiden wertvollsten Assets der Welt sollten Investoren jederzeit mit kleineren Einbrüchen rechnen. Zugleich bietet sich Euro-Anlegern wegen der Dollarschwäche die Gelegenheit, Bitcoin mit Rabatt zu kaufen.
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Quellen
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