BlackRock und Ethena Labs bauen ihre Zusammenarbeit im Bereich tokenisierter Real World Assets aus. Institutionelle Investoren, die BlackRocks Aladdin-Plattform nutzen, sollen künftig leichter auf Produkte von Ethena zugreifen können. Im Zentrum steht dabei eine bessere Liquidität für BUIDL, den tokenisierten US-Dollar-Liquiditätsfonds von BlackRock.
Im Rahmen der Vereinbarung unterstützt Ethena über Securitize eine Liquiditätsfazilität in Höhe von 100 Millionen US-Dollar. Securitize fungiert als Tokenisierungsplattform und regulierter Transfer Agent für BUIDL. BUIDL-Token sollen so gegen USDC, USDtb und weitere unterstützte Stablecoins getauscht werden können. Umgekehrt soll auch die Rückkonvertierung in BUIDL außerhalb klassischer Marktzeiten möglich sein.
Robert Mitchnick, Global Head of Digital Assets bei BlackRock, bezeichnete die neue Struktur als wichtigen Schritt für die Interoperabilität tokenisierter Treasury-Fonds. Gerade bei solchen Produkten sei reibungslose Liquidität entscheidend, damit die Vorteile der Tokenisierung im institutionellen Einsatz tatsächlich zum Tragen kommen.
Warum BUIDL für Ethena wichtig ist
BUIDL wurde 2024 auf Ethereum gestartet und zählt inzwischen zu den größten tokenisierten US-Staatsanleihenfonds am Markt. Treasuries mit Blockchain Wrapper gehören inzwischen zu den wichtigsten Segmenten im RWA-Markt und machen laut RWA.xyz mit rund 15 Milliarden US-Dollar onchain fast die Hälfte des gesamten RWA-Marktes aus.
Ethena und BlackRock arbeiten bereits über USDtb zusammen. Der Stablecoin wird von Anchorage Digital Bank emittiert und ist überwiegend durch BUIDL besichert. Bereits vor einem Jahr hatten Ethena und Securitize einen Mechanismus für rund um die Uhr verfügbare atomare Transfers zwischen BUIDL und USDtb vorgestellt.
Für Ethena ist der Ausbau der Kooperation strategisch relevant. Das Protokoll ist vor allem durch USDe bekannt, einen synthetischen Dollar, der anders funktioniert als klassische Stablecoins wie USDC oder USDT. Während diese in der Regel durch liquide Fiat-nahe Vermögenswerte gedeckt sind, nutzt USDe eine synthetische Struktur und kann dadurch potenziell höhere Renditen ermöglichen.
Während die Tokenisierung also weiter vorangetrieben wird, kommt es bei dem Bitcoin ETF von BlackRock zu massiven Abflüssen.
