Russland: Gazprom setzt zukünftig auf Blockchain

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Russland: Gazprom setzt zukünftig auf Blockchain

Auch in Russland gewinnt die Blockchain-Technologie zunehmend an Akzeptanz. Der russische Erdgasförderer Gazprom hat jetzt einen Plattform-Prototypen auf Blockchain-Basis entwickelt. Ziel ist es, eine automatisierte Abwicklung von Verträgen zu ermöglichen.

Der russische Erdgasförderer Gazprom hat auf der eigenen Internetseite eine Pressemitteilung veröffentlicht. In dem veröffentlichten Stenogramm informiert der Vorstandsvorsitzende der PAO Gazprom, Alexey Miller, den Ministerpräsidenten der Russischen Föderation Dmitry Medvedev über die Gazprom-Tätigkeit im Bereich der Importsubstitution und des Einsatzes digitaler Technologien. Im Bereich Digitalisierung geht Miller hauptsächlich auf die Blockchain-Technologie ein. Insbesondere auf den Nutzen der Distributed-Ledger-Technologie im Bereich der Gaslieferungen und der Ausgestaltung von Smart Contracts.

Das Gazprom-Pilot-Projekt

Gemeinsam mit der Gazprombank wird derzeit der Prototyp für eine technologische Plattform entwickelt. Diese sieht eine Automatisierung der Abläufe bei Abschluss, Überwachung und Erfüllung von Verträgen vor. Das entwickelte System setzt allerdings ein automatisches Schiedsverfahren und eine automatische Gasabrechnung voraus. Dank der Blockchain-Technologie soll der entwickelte Prototyp gegen unautorisierte Zugriffe und unberechtigte Abänderungen von Daten vollständig geschützt sein. Wenn man den Aussagen Millers Glauben schenkt, könnte das neue Verfahren schon bald in das Tagesgeschäft Einzug halten. Anfangs soll das neue System allerdings nur für Großverbraucher in der Industrie zur Verfügung stehen. Zukünftig soll die neue Technologie dann aber für alle Vertragsteilnehmer verfügbar sein.

Ein Schritt in die richtige Richtung?

Indes betont Ministerpräsident Medwedew das Projekt von Gazprom zu unterstützen und behauptet, dass die Blockchain-Technologie in der russischen Industrie großes Potenzial habe. Medwedew erläuterte außerdem, dass er der Auffassung ist, dass die Blockchain-Technologie und ihr Potenzial trotz ständiger Hypes häufig nicht verstanden werde.

Derweil scheint die Blockchain auch in der Planung der deutschen Energiewirtschaft eine immer größere Rolle zu spielen. Zitiert man z. B. den Vorsitzenden der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Stefan Kapferer, geht der globale Trend im Bereich der Energiewirtschaft zukünftig zur Blockchain-Technologie. In einem Artikel der BDEW vom Dezember 2018 äußerte Kapferer die Meinung, dass die Energiewirtschaft zukünftig dezentraler, vernetzter und komplexer wird. Die Blockchain-Technologie kann seiner Meinung nach weitere Felder für Innovationen erschließen und neue Geschäftsmodelle im Energiebereich eröffnen.

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