Roger Ver plant ICO für Bitcoin.com

Lars Sobiraj

von Lars Sobiraj

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Lars Sobiraj

Lars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen neben gulli.com noch zahlreiche andere Online-Magazine dazu. Außerdem bringt Lars Sobiraj seit 2014 an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei.

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bitcoin.com

Quelle: shutterstock

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Der Investor Roger Ver, der seit vier Jahren die Webseite Bitcoin.com leitet, stellt in einem aktuellen Video seine Zukunftspläne vor. Ver und sein leitender Entwickler, Corbin Fraser, denken derzeit über ein Initial Coin Offering (ICO) für Bitcoin.com nach. Man wolle damit die Webseite um den Themenbereich Online-Spiele wie z. B. CryptoKitties erweitern.

Der 39-jährige Roger Ver gilt in der Community als durchaus kontroverse Figur. Auf seinem Twitter-Account lässt er beinahe keine Gelegenheit aus, um gegen den Bitcoin zu wettern, um die Werbetrommel für „seinen“ Bitcoin Cash zu rühren. Im April 2014 übernahm Ver die Kontrolle über die populäre Webseite Bitcoin.com, die derzeit monatlich über 9 Millionen Seitenzugriffe generiert. Im Februar waren es noch mehr als doppelt so viele.

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Das Video dreht sich eigentlich darum, dass Entwickler künftig eigene Token auf der Bitcoin-Cash-Blockchain ausgeben können. Chefentwickler Fraser mutmaßt, dass damit wahrscheinlich unterschiedlich hoch- bzw. auch jede Menge minderwertige ICOs und Online-Spiele wie CryptoKitties zu Bitcoin Cash abwandern könnten. Ver kontert, diese kämen wohl auch zu seinem Portal Bitcoin.com, weil man dort momentan über einen eigenen ICO nachdenkt, um die Webseite um die Kategorie Online-Spiele zu erweitern. Vielleicht werde man einen eigenen Token ausgeben und Teile der Einnahmen als Dividende auszahlen. Vielleicht kaufe man einen gewissen Anteil auf dem offenen Markt zurück. Genaueres ließ Ver nicht verlauten.

Bitcoin.com: Zeitpunkt für ICO zufällig gewählt?

Den Zeitpunkt der Ankündigung hat man offenbar nicht zufällig gewählt. Der chinesische Mining-Hersteller Bitmain kündigte kürzlich seine Pläne für einen eigenen Initial Public Offering (IPO) an. Man vermutet, die Geldsammlung durch den Börsengang solle die Verluste decken, die durch den Kurssturz des Bitcoin Cash entstanden sind. Bitmain hatte 2017 den größten Teil seiner Bitcoin-Wallets verkauft, um davon Bitcoin Cash zu erwerben. Der Kurs fiel ab Dezember des Vorjahres quasi ins Bodenlose. Vom Kurshoch von über 3.000 US-Dollar ist nicht mehr viel übrig. Derzeit bewegt sich der BCH bei etwas über 430 US-Dollar. Samson Mow von Blockstream schätzt, dass Bitmain in den letzten drei Monaten deswegen einen Verlust von einer halben Milliarde US-Dollar hinnehmen musste. Mit dem IPO will sich Bitmain offenbar frisches Kapital besorgen. Die angeblich zufällig aufgetauchte E-Mail aus internen Quellen sprach aber noch eine ganz andere, weil deutlich positivere Sprache.

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