RICO: Fabian Vogelstellers sichere Variante von ICOs

RICO: Fabian Vogelstellers sichere Variante von ICOs

Fabian Vogelsteller, seines Zeichens Erfinder des ERC20-Token-Standard für Ethereum, hat offenbar erkannt, dass der ICO-Markt ein seriöseres Gesicht benötigt. Auf der Devcon4 in Prag stellte er die neue Variante der ICOs vor: RICO. Damit sollen Anleger künftig deutlich mehr Sicherheit bekommen.

ICOs haben nicht den besten Ruf. Scams gibt es wie Coins auf der Blockchain, eine Investition kann für Anleger zum Totalverlust führen. Die einzigen, die profitieren, sind häufig die Herausgeber: Horrende Summen für fragwürdige Projekte mit noch fragwürdigerem Ausgang. Auch wenn man mit gut überlegten Investitionen und hohem Rechercheaufwand mitunter die berühmte, doch selten gesehene Nadel im Heuhaufen finden können mag, ist die häufige Meinung in der Bitcoin-Community: Finger weg von ICOs.

Erweiterung der ERC20-Token

Um dieses anrüchige Image aufzupolieren, hat sich nun der Entwickler des ERC20-Standard Fabian Vogelsteller zu Wort gemeldet. Auf der Devcon4 in Prag präsentierte er seinen Vorschlag für sichere ICOs: die reversiblen ICOs – kurz RICO. Damit soll es für Investoren künftig möglich werden, ihr investiertes Kapital zu jeder Zeit während des Projektes zurückzubekommen. Dafür soll es eigens eingerichtete Smart Contracts geben, die die eingelagerten Geldsummen automatisiert erstatten, sobald man seine Token zurücksendet.

Die Token werden dann wiederum für neue Investoren freigegeben. Nach Vogelsteller führe das letztlich dazu, dass sich neue Projekte auch um Investoren kümmern müssen, die außerhalb des Fundings durch Token auf das Projekt aufmerksam werden. So werde dann auch für mehr Sicherheit gesorgt: Um letztere zu gewinnen, müssten die Projekte auch tatsächlich etwas vorweisen.

Wie funktioniert ein RICO?

RICO ist also letztlich eine Erweiterung des ERC20-Standard mit Smart Contracts, die dafür sorgen, dass man seine Token zurückgeben kann. ERC20-Token sind Platzhalter auf der Ethereum-Blockchain, vorläufige Token (die übrigens auch mit Smart Contracts erstellt werden). Beim ICO-Sale investiert man in bestimmte Projekte und bekommt dafür (meistens) ebendiese Platzhalter. Bei sogenannten Token Swaps kann man seine ERC20-Token später in „echte“ Token der jeweiligen Projekte eintauschen.

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