DLT auf der Überholspur Renault Group: Mit Blockchain gegen Lieferengpässe

Christian Stede

von Christian Stede

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Christian Stede

Christian ist freiberuflicher Journalist. Er ist davon überzeugt, dass die Blockchain-Technologie ein noch ungeahntes Umweltschutz- und Nachhaltigkeitspotenzial bietet.

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Firmenschild von Renault

Quelle: Shutterstock

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Den Überblick über die Lieferkette zu behalten ist insbesondere für Automobilkonzerne eine wahre Herkulesaufgabe. Kein Wunder, dass daher immer mehr Konzerne die Vorteile der Blockchain dafür entdecken.

Mittlerweile gibt es mehrere Automobilkonzerne, die die Blockchain-Technologie für sich entdeckt haben. Zu diesen gehört jetzt auch Renault. Wie aus einer Pressemitteilung der Renault Group hervorgeht, hat man ein Blockchain-Projekt namens XCEED entwickelt. Anhand dieses neuen Tools möchte der Hersteller die Kompatibilität aller Fahrzeugkomponenten überwachen, und zwar vom Entwurf bis zur Produktion.

Der Zeitpunkt dafür kommt keineswegs von ungefähr. Denn seit dem 1. September gelten neue Marktüberwachungsvorschriften. Mit diesen gehen regulatorische Kontrollen einher, auch wenn die Markteinführung der Fahrzeuge bereits stattgefunden hat. Diese neuen Vorschriften wirken sich daher eminent auf die gesamte Produktionskette aus. Denn diese muss laut Renault in ihrer Struktur angepasst werden. Folglich es ist zwingend erforderlich, den Regulierungsbehörden innerhalb eines nun kürzeren Zeitfensters auf ihre Anfragen zu antworten.

XCEED fußt auf Hyperledger Fabric und ist dementsprechend in Kooperation mit IBM entstanden. Es ermöglicht, Informationen von mehreren Zulieferern gemeinsam zu nutzen und schnell und übersichtlich zu verfolgen. Renault setzt XCEED nicht nur als Reaktion auf die Regularien ein, sondern möchte damit auch seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern und das operative Geschäft stärken. Der große Vorteil der Blockchain-Anwendung ist für Renault der schnelle Informationsaustausch. Denn dank XCEED stehen die Daten in Echtzeit zur Verfügung. Aufgrund der guten Verteilung sei damit auch für eine effizientere Arbeitsweise gesorgt als bei einer zentralisierten Struktur.

Hohe Anzahl an Zulieferern bedeutet besondere Herausforderung


Odile Panciatici, Vizepräsidentin der Blockchain-Sparte bei Groupe Renault, teilte mit:

Das von uns initiierte XCEED-Projekt ist ein eindrucksvolles Beispiel für die Innovationsfähigkeit der Groupe Renault. Wir sind überzeugt, dass die Blockchain einen Stein ins Rollen bringt, was die Umgestaltung der Automobilindustrie betrifft.

Die Automobilindustrie nimmt insofern eine Sonderstellung ein, als praktisch immer eine große Zahl von Zulieferern an der Produktion beteiligt ist. Kommt es einmal unvorhergesehen zu einem Lieferengpass, kann das in einigen Fällen gar zur vorübergehenden Stilllegung der gesamten Produktion führen, wie diverse Hersteller immer wieder leidvoll erfahren müssen. 

Die Blockchain-Technologie kommt in einem riesigen Ökosystem, an dem eine Reihe verschiedener Unternehmen beteiligt sind, wirklich zur Geltung. Sie stellt eine Verbindung zwischen den verschiedenen Prozessen, Computersystemen und Datenbanken der Partner her. In der Automobilindustrie, wo wir uns mit unzähligen externen Akteuren wie Lieferanten, Kunden und unabhängigen Händlern austauschen, gibt es vielfältige Einsatzmöglichkeiten für diese Art von Technologie,

resümiert Panciatici. Zu den Marken der Renault Group gehören neben Renault selbst noch Dacia, Renault Samsung Motors, Lada und Alpine.


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