Regulierung in Russland: ICOs sind wie IPOs zu behandeln

Phillip Horch

von Phillip Horch

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Phillip Horch

Phillip Horch ist Chef vom Dienst von BTC-ECHO und für die Strukturierung und Planung der redaktionellen Inhalte verantwortlich. Er ist Diplom-Journalist und hat einen Master-Abschluss in Literatur-Kunst-Medien.

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Die Presseabteilung Russlands hat fünf Dekrete zur Regulierung von Kryptowährungen, Blockchain & Co. erlassen. Dabei wurde von offizieller Seite angeordnet, ICOs zukünftig nach den gesetzlichen Vorschriften wie IPOs zu behandeln.

Die Initial Coin Offerings (ICOs) wie die Initial Public Offerings (IPOs) zu behandeln liegt nahe. Bei dem Verfahren bieten Unternehmen beim Börsengang zum ersten Mal Aktien an, um an Investorengelder zu kommen. Ob die Gleichbehandlung des traditionellen Finanzmarktes und der Kryptomärkte als Vorbildfunktion gelten kann, gilt jedoch als fraglich. Wird doch dadurch einmal mehr die Frage aufgeworfen, ob Kryptowährungen als Währung, Wertpapier oder als Rohstoff zu bewerten sind.


Neben den Vorgaben zu IPOs hat der Kreml weitere Anweisungen veröffentlicht. So soll reguliert werden, wie man mit Phänomenen umzugehen hat, die mit „digitaler Technologie“ zu tun haben. Die im Fokus stehenden Begriffe sind die Distributed-Ledger-Technologie, Kryptowährung, Token und Smart Contracts. Dabei soll stets die Annahme zugrunde liegen, dass der Rubel die einzig annehmbare Währung in der russischen Föderation darstellt. Außerdem wurde die Regierung unter Premierminister Dimitry Medvedev angewiesen, ein System zu entwickeln, unter dem sich Miner von Kryptowährungen registrieren können. Damit soll gewährleistet werden, dass sie ihre Mining-Einnahmen versteuern.

Ziel des regulatorischen Voranschreitens ist es vor allem, einen einheitlichen Zahlungsraum der Eurasischen Wirtschaftsunion (Armenien, Weißrussland, Kasachstan, Kirgistan und Russland) zu schaffen. Wie bereits in Bezug auf die Erschaffung des Kryptorubel angekündigt, will man den anderen Mitgliedern damit zuvorkommen.

Bankenchef äußert sich skeptisch

Die aktuellen Entwicklungen in Russland zeigen, dass im Bereich Blockchain & Co. Bedarf nach Regulierung vorhanden ist. Das steht im Gegensatz zu kürzlich getätigten Aussagen der russischen Staatsbankschef Riccardo Orcel gegenüber CNBC. Er gab an, dass es in Russland kein großes Interesse an Bitcoin gebe und äußerte Skepsis: „Der Spekulationsfaktor bei Kryptowährungen ist äußerst hoch. Ich denke, dass das gefährlich ist. Bis die Regierung sich entschieden hat, wie dieser Bereich reguliert wird, ist es sehr, sehr gefährlich für Investoren in Kryptowährungen zu investieren.“

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