Marktupdate Profitiert der Bitcoin-Kurs (BTC) vom Börsenparkett?

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 5 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Anleger durchleben ein Wechselbad der Gefühle. Nach schweren Verluste der letzten Woche, deuten sich wieder Kursgewinne an. Das Auf und Ab an den Börsen könnte dem Bitcoin-Kurs auf lange Sicht in die Karten spielen.

Mit einer Kursbewegung von nahe null Prozent notiert der Bitcoin-Kurs (BTC) mit 9.490 US-Dollar auf dem gleichen Niveau vom Vortag. Mit einer Schwankungsbreite von knapp 140 US-Dollar hat sich der Bitcoin-Kurs in den letzten 24 Stunden stabil in einer Spanne zwischen 9.424 und 9.566 US-Dollar bewegt.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Auf Wochensicht rutscht der Bitcoin-Kurs mit knapp 2,8 Prozent leicht ins Minus. Für eine Kurssteigerung könnte die derzeitige Lage an den Aktienmärkten sorgen, während die jüngste Anpassung der Mining Difficulty einigen Minern den Boden unter den Füßen wegziehen könnte.

Mining Difficulty macht einen Satz

Die Mining-Difficulty verzeichnet nach der jüngsten Anpassung den größten Sprung seit Januar 2018. Laut BTC.com hat sich die Difficulty im Block 635.040 um 14,94 Prozent erhöht.

Die Mining Difficulty misst die Schwierigkeit zum Errechnen neuer Blöcke für Miner. Alle 2016 Blöcke und damit rund alle zwei Wochen passt sich die Difficulty der Hash Rate an und justiert sich neu.

Mining Difficulty im Bitcoin-Netzwerk

Der Schub in der Mining Difficulty deutet darauf hin, dass sich im Netzwerk wieder viele Miner betätigen. Im Zuge des Halvings hatte sich die Hash Rate und infolge die Mining Difficulty zunächst dramatisch nach unten korrigiert.

In den Folgewochen des Halving sank die Hash Rate um zeitweise 26 Prozent. Dies zeigte an, dass einige Miner ihre Geräte vom Netz schalteten, um Kosten zu sparen. Durch die Halbierung des Coinbase Rewards war das Mining schlichtweg nicht rentabel genug.

Infolgedessen ist die Mining Difficulty zwei Anpassungen in Folge abgerutscht. Zunächst am 20. Mai um 6 Prozent und am 4. Juni um weitere 9,29 Prozent.

Der aktuelle Anstieg um knapp 15 Prozent hat sich durch die jüngste Zunahme der Hash Rate bereits angedeutet. Am 12. Juni stieg die Hash Rate auf 117,511 TH/s.

Hash Rate im Bitcoin-Netzwerk

Der Anstieg der Mining Difficulty könnte jedoch sehr wahrscheinlich zum baldigen Rückgang selbiger führen. Steigt die Schwierigkeit, stehen erneut kleine Miner vor dem Problem, dass sich ihre Gewinnchancen minimieren und könnten erneut gezwungen sein, ihre Geräte abzuschalten. In der Konsequenz würde die Hash Rate wieder fallen und die Mining Difficulty bei nächster Anpassung wieder nach unten gedrosselt.

Börsen spielen verrückt

Als Fed-Präsident Jerome Powell vergangene Woche die Aussichten auf eine baldige Erholung der US-Wirtschaft während des Open Market Committee dämpfte und gleichzeitig vor einem Platzen der jüngsten Rallye-Blase warnte, gerieten die Aktienmärkte kurzerhand ins Straucheln. Als wäre nicht längst bekannt, was der Notenbank-Chef nur erneut zusammenfasste, reagierte der US-Leitindex Dow Jones mit dem größten Kurseinbruch seit Mitte März.

Eine Woche später sieht die Anleger-Welt jedoch schon wieder rosig aus. Nachdem Powell am Dienstag im Ausschuss vor dem US-Senat für ein weiteres Konjunkturpaket geworben hatte, das die Ausweitung des Anleihenkaufprogramms und Aufstockung der Hilfsprogramme für Arbeitslose und Kommunen vorsieht, drehten die Indizes wieder unbeirrt ins Plus. Der Dow Jones und der breiter gefasste S&P 500 schlossen mit einem Plus von 1,9 Prozent, der DAX legte gegen Handelsschluss um 3,39 Prozent zu.

Wie reagiert der Krypto-Markt?

Was bedeutet das für den Krypto-Markt und den Bitcoin-Kurs? Zunächst lässt sich vor Augen halten, dass die von traditionellen Börsianern bemängelte Volatilität des Bitcoin-Markts im Vergleich zum Wahnwitz der Aktienmärkte bisweilen wie ein kleiner Schuljunge aussieht. Seitdem der Corona-Crash die Welt auf den Kopf gestellt hat, reagieren die Märkte panisch bis euphorisch auf Aussagen von Ökonomen. Dabei klafft seit einigen Monaten eine gefährliche Lücke zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die Kursrallye der letzten Wochen spiegelt sich in keinster Weise mit den realwirtschaftlichen Gegebenheiten. Die Frage ist nicht, ob die Blase platzt, sondern wann.

Für den Krypto-Markt, der nach wie vor mit den klassischen Märkten korreliert, könnte sich der jüngste Aufschwung also zunächst einmal in Form einer Steigerung des Bitcoin-Kurs auswirken. So lange der Krypto-Markt sich nicht von den Märkten abgekoppelt hat, wirft das Parkettgeschehen auch seinen Schatten auf die Krypto-Ökonomie.

Chancen für den Bitcoin-Kurs

Nachhaltiger als ein kurzfristiger Anstieg des Bitcoin-Kurs könnten jedoch die langfristigen Auswirkungen der Konjunkturprogramme auf die Wirtschaft und Währungsordnung sein, die den Prozess der Abkopplung beschleunigen könnten. Laut Powell stellen die billionenschweren Hilfspakete keine Gefahr für eine anhaltende Inflation dar:

Ich glaube nicht, dass die Bilanz in ihrer jetzigen Höhe eine echte Bedrohung für die Inflation oder die finanzielle Stabilität darstellt.

Angesichts der nie dagewesenen Anleihenkaufprogramme, die den Markt künstlich mit Liquidität ertränken, erscheint eine Währungsinflation als ein realistisches Szenario. Dies könnte wiederum weitere Anleger in den Krypto-Markt treiben, wie Graysale Investments in einem Tweet bestätigte.

Grayscale Investments stellt die Aussagen selbst unter Beweis. Seit dem Halving hat sich der Vermögensverwalter mit einem Drittel aller neu gemineden Bitcoin eingedeckt und verwaltet knapp 1,7 Prozent aller verfügbaren BTC im Bitcoin Trust.

Altcoins im Dunst des Bitcoin-Kurs

Gleich dem Bitcoin-Kurs klettert der Ether-Kurs (ETH) im Tagesvergleich um ein Prozent auf 234,53 US-Dollar. Auf Wochensicht fällt die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung um 3,7 Prozent.

Ether-Kurs im Wochenchart

Der Ripple-Kurs (XRP) ist in den letzten 24 Stunden um 2 Prozent auf 0,194 US-Dollar gestiegen. In den letzten sieben Tagen ist der XRP-Kurs um 3,1 Prozent eingeknickt.

XRP-Kurs im Wochenchart

Der IOTA-Kurs (MIOTA) hat eine 24-stündige Kurssteigerung von 2,3 Prozent vollzogen. Binnen einer Woche fällt die IoT-Währung jedoch mit 8,7 Prozent ins Minus.

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