Marktupdate Futures und Fed sorgen für Jo-Jo-Effekt beim Bitcoin-Kurs (BTC)

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 4 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

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Nach einem kurzen Flirt mit der 10.000-USD-Marke, fiel der Bitcoin-Kurs in wenigen Minuten um knapp 150 US-Dollar. Was sind die Gründe für den Kurssturz?

Mit einer Schwankungsbreite von knapp 250 US-Dollar in den letzten 24 Stunden notiert der Bitcoin-Kurs (BTC) bei 9.822 US-Dollar rund 0,5 Prozent höher als am Vortag. Auf Wochensicht behauptet der Bitcoin-Kurs somit ein Plus von 1,7 Prozent.   

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

In den späten Abendstunden hat der Bitcoin-Kurs einen erneuten Angriff auf die Marke von 10.000 US-Dollar gestartet. Innerhalb von 20 Minuten ist die Krypto-Leitwährung von 9.800 auf 9.950 US-Dollar gestiegen, nur um ebenso rasch wieder auf einen Wert knapp oberhalb von 9.800 US-Dollar zu fallen. Ein möglicher Auslöser für die Kursturbulenzen liegt in der Liquidierung von Short-Kontrakten am Futures-Markt.

Futures-Liquidierung drücken den Bitcoin-Kurs

Wie aus Daten von Skew hervorgeht, sind gestern allein an der Bitcoin-Börse BitMEX Bitcoin Futures im Wert von 16 Millionen US-Dollar liquidiert worden. Der Löwenanteil entfiel dabei auf Short-Positionen. Innerhalb von 30 Minuten sind Bitcoin Shorts im Wert von 14 Millionen US-Dollar liquidiert worden.

Als der Bitcoin-Kurs in den Abendstunden eine Kehrtwende machte und nach einem raschen Kursanstieg ebenso zügig wieder einknickte, wurden Long-Positionen im Wert von weiteren 2 Millionen US-Dollar liquidiert. Im Verhältnis zum gesamten Handelsvolumen ist dies zwar ein vergleichsweise geringer Anteil. Werden aber Terminkontrakte im Wert von mehreren Millionen US-Dollar in einer äußerst volatilen Phase innerhalb kurzer Zeit liquidiert und treffen noch weiter makroökonomische Faktoren hinzu, kann dies kurzfristig den Bitcoin-Kurs drücken oder nach oben katalysieren.

FED-Sitzung drückt Anlegerstimmung

Die Federal Reserve hat erstmals seit Ausbruch der Corona-Krise am 9. Juni wieder offiziell in einem open market committee (FOMC) getagt. Ein aus Sicht des Krypto-Ökosystems zunächst nebensächliches Ereignis, könnte man meinen. Aber die Einschätzung der Fed zur wirtschaftlichen Lage des Landes überträgt sich auf das Anlegerverhalten an den klassischen Märkten und springt aufgrund ihrer Korreliertheit auch auf den Krypto-Markt über.

Erwartungsgemäß fielen die Konjunkturprognosen der Zentralbank düster aus. Steigende Arbeitslosenzahlen, Einbrüche im Export, der Handelsstreit mit China und eine unabwendbare Rezession, dessen Ausmaß sich noch nicht beziffern lässt, setzen der Wirtschaft noch auf lange Sicht zu. Angesichts der wirtschaftlichen Schieflage soll der Leitzins laut Notenbankpräsident Jerome Powell noch so lange in einem Korridor zwischen 0 und 0,25 Prozent liegen, bis die US-Wirtschaft wieder schwarze Zahlen schreibt. 

Laut Welt-Redakteur Holger Zschaepitz forderte Jerome Powell zudem, dass die Aktienmärkte die gegenwärtigen konjunkturellen Einbrüche einpreisen. Entgegen der derzeitigen wirtschaftlichen Lage, hat sich unter Anlegern in jüngster zeit wieder Aufbruchstimmung breit gemacht. Laut Powell droht jedoch ein Platzen dieser Blase in naher Zukunft.  

Wir wollen, dass Investoren das Risiko einpreisen, wie es die Märkte sollten. Die US-Notenbank würde niemals die Unterstützung für die Wirtschaft zurückhalten, weil sie glaubt, dass die Preise für Vermögenswerte zu hoch sind. Eine platzende Vermögensblase würde den Arbeitssuchenden schaden.

Die Aussagen der Währungshüter hinterließen ihre Wirkung an den Märkten. Im Anschluss an die Sitzung fiel der US-Leitindex Dow Jones um 1,04 Prozent. Der markbreite S&P 500 knickte hingegen um 0,5 Prozent ein. Es ist wahrscheinlich, dass Investoren infolge des Meetings ihre risikoreichen Anlagen, wie Krypto-Assets, zugunsten sicherer Anlagen verwarfen. Somit könnte das open market committee der Fed ein weiterer Auslöser für die Kursabschläge am Krypto-Markt und die Volatilität des Bitcoin-Kurs gewesen sein.

Altcoins mit dem Bitcoin-Kurs auf Achterbahnfahrt

Der Ether-Kurs (ETH) folgt dem Muster des Bitcoin-Kurs und klettert mit einem Tagesplus von einem Prozent auf 246,53 US-Dollar. Auf Wochensicht behauptet die zweitgrößte Kryptowährung nach Marktkapitalisierung somit eine Kurssteigerung von ebenfalls einem Prozent. 

Ether-Kurs im Wochenchart

Der Ripple-Kurs (XRP) verbucht einen 24-stündigen Kursabschlag von 0,5 Prozent und fällt somit auf 0,201 US-Dollar. Im Wochenvergleich knickt der Ripple-Coin somit um 1,1 Prozent ein. 

XRP-Kurs im Wochenchart

Der IOTA-Kurs (MIOTA) rutscht ebenfalls um 0,7 Prozent in den letzten 24 Stunden ein. Binnen einer Woche ist die IoT-Währung somit um 2,8 Prozent gefallen. 

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