Marktupdate Pattsituation am Bitcoin-Terminmarkt: Die Kleinen wetten gegen die Großen

Moritz Draht

von Moritz Draht

Am · Lesezeit: 3 Minuten

Moritz Draht

Moritz Draht hat Deutsche Literatur und Philosophie an der Universität Konstanz studiert. Sein Krypto-Engagement widmet sich den Zusammenhängen zwischen soziokulturellen und technischen Entwicklungen.

Schachfiguren auf einem Schachbrett

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Während Privatanleger Long gehen, wetten die Profis auf einen fallenden Bitcoin-Kurs.

Musste der Bitcoin-Kurs (BTC) mit einem Kursrutsch unter 11.500 US-Dollar am Wochenende noch Federn lassen, kann die Krypto-Leitwährung zu Wochenbeginn wieder ins Plus drehen. Bitcoin notiert 1,7 Prozent höher als am Vortag und wird zu Redaktionsschluss bei 11.780 US-Dollar US-Dollar gehandelt.

Bitcoin-Kurs im Wochenchart

Auf Wochensicht rutscht der Bitcoin-Kurs zwar mit einem Prozent ins Minus. Im Monatsvergleich rettet Bitcoin aber einen Zuwachs von über 23 Prozent. Die momentane Konsolidierung des Bitcoin-Kurs steht in Korrelation zum zuletzt wieder stärker gewordenen US-Dollar.

Bitcoin-Kurs und Gold

Gold und Bitcoin haben sich bisweilen als krisensichere Anlagen erwiesen. Während Notenbanken und Regierungen die Märkte mit Liquiditätsspritzen vor dem Kollaps gerettet haben, flüchten Anleger in die sicheren Häfen.

Dies hat nicht nur Bitcoin wieder über die 11.000-Marke katapultiert. Auch der Goldpreis schießt sich von einem zum nächsten Allzeithoch. So liegt die Kursentwicklung beider Assets, wie aus nachfolgender Grafik von Skew ersichtlich wird, relativ zum Supply gleichauf, wobei Bitcoin um eine Nasenspitze vorn liegt.

Die Bitcoin-Gold-Korrelation erreichte zudem mit 0,93 kürzlich ein neues Jahreshoch. Die hohe Korrelation trat ein, „als sich die Märkte inmitten eines Aufwärtstrends bei COVID-19-Fällen, gestiegenen Staatsausgaben, gemischten Unternehmensgewinnen, Inflationsbefürchtungen und einem schwächelnden US-Dollar zu Safe-Hafen-Anlagen hinwenden mussten“, wie ein Analyst der Bitcoin-Börse Kraken mitteilte.

US-Dollar vs. sichere Häfen

Der Aufschwung der Wertspeicher erklärt sich demnach vor dem Hintergrund eines schwachen US-Dollars. Umgekehrt könnte ein stabiler und sich erholender US-Dollar den Aufwärtstrend der Krisenassets zum stagnieren bringen. Laut Krypto-Trader Scott Melker wiegt die indirekte Korrelation zwischen US-Dollar und Bitcoin schwerer als die zwischen Bitcoin und den traditionellen Finanzmärkten.

Mit dem jüngsten Anstieg des US-Dollar Index, der am Freitag erstmals seit Juni wieder gegenüber dem Euro zugelegt hat, sind auch der Gold- und Bitcoin-Kurs gefallen.

Gründe dafür sind eine sich aktuell erholende Wirtschaft und allmählich steigende Beschäftigungszahlen in den USA. Sowohl bei Industrie als auch im Dienstleistungsgewerbe füllen sich die Auftragsbücher langsam wieder.

Zudem sind die Short Positionen auf den Greenback tendenziell wieder rückläufig, wie Karl Schamotta, Chief Market Strategist bei Cambridge Global Payments, mitteilte:

Der Short-Dollar-Handel, der in den letzten Monaten so viel an Dynamik gewonnen hatte, hat sich ein wenig beruhigt.

Ob dieser Trend aber anhält, hängt vom weiteren Verlauf der Covid-Pandemie ab. Eine zweite Welle mitsamt bundesweiten Lockdown würde diese Entwicklung wieder im Keim ersticken. In Folge würde auch der US-Dollar wieder an Dynamik verlieren, was wiederum den Krisenassets Gold und Bitcoin neues Wachstumspotenzial gibt.

Die Kleinen gegen die Großen

Beim Tauziehen zwischen Bären und Bullen um den Bitcoin-Kurs zeichnet sich ein Grabenkampf zwischen institutionellen Investoren und Privatanlegern an den Terminmärkten ab. Während Kleinanleger vorwiegend einem steigenden Bitcoin-Kurs Glauben schenken, sind institutionelle Investoren misstrauischer gestimmt.

Dem letzten commitment of traders report der CME zufolge verteilen sich Short-Kontrakte bei den Bitcoin Futures größenteils auf Privatanleger. Großanleger hingegen wetten mehrheitlich auf einen fallenden Bitcoin-Kurs und gehen Short-Positionen ein.

Bei beiden Positionen wurden an der CME Allzeithochs gemessen. Insgesamt ist das Open Interest im Vergleich zum vorherigen Marktbericht um über 10 Prozent gestiegen.

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