Rechtsstreit Patent: Bitcoin-ATM-Betreiber sollen 18 Millionen US-Dollar monatlich zahlen

Leon Waidmann

von Leon Waidmann

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Leon Waidmann

Leon Waidmann studiert Politik- und Verwaltungswissenschaften an der Universität Konstanz. Seit 2016 ist Leon begeistert von Kryptowährungen sowie der Blockchain-Technologie und befasst sich vor allem mit den politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Krypto-Ökonomie.

Bitcoin Automat in LA

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Die aufstrebende Blockchain-Firma Bots Inc. behauptet, dass sie nach dem Erwerb eines Patents für Bitcoin-ATM, Ansprüche auf monatliche Zahlungen zwischen 14 und 18 Millionen US-Dollar hat.

Weltweit gibt es immer mehr Bitcoin-ATM. Allein im Jahr 2020 ist die Anzahl der BTC-ATM um mehr als 85 Prozent gestiegen:

Bitcoin-ATM
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Aktuell wird die wachsende Bitcoin-ATM-Industrie von Wenigen, vor allem in den USA präsenten Unternehmen dominiert:

Bitcoin-ATM-Anbieter
coinatmradar.com

Das Geschäft mit dem digitalen Gold wird für Bitcoin-ATM-Betreiber immer lukrativer. Vor allem im Jahr 2020 hat der Umsatz der Bitcoin-ATM-Betreiber, laut coinatmradar, deutlich zugenommen:

Bitcoin-ATM Net Changes
coinatmradar.com

Insgesamt scheint die Bitocin-ATM-Industrie auf einem guten Weg zu sein und die Fundamentaldaten zeichnen eine nachhaltige Entwicklung.

Dennoch kommt es in der hart umkämpften Industrie immer wieder zu Rechtsstreiten.

Bots Inc. beansprucht Bitcoin-ATM-Patent für sich

Die aufstrebende Blockchain-Firma Bots Inc. behauptet, dass sie nach dem Erwerb eines Patents für Bitcoin (BTC)-ATM Ansprüche auf monatliche Zahlungen zwischen 14 und 18 Millionen US-Dollar hat.

Die in Puerto Rico ansässige Blockchain -und Robotik Firma hat angekündigt, dass sie eine Klagewelle für Bitcoin-Geldautomaten-Betreiber in den USA einleitet.

Da das Unternehmen hat vor zwei Wochen ein Patent für die Technologie, die den Betrieb von Bitcoin-ATM ermöglicht erworben. Deswegen ist es der Ansicht, dass es einen Anspruch auf monatliche Lizenzgebühren in Millionenhöhe hat.

Als Eigentümer des geistigen Eigentums an der Technologie, die für den Betrieb von BTC-ATM von grundlegender Bedeutung ist, erhebt Paul Rosenberg, CEO von Bots Inc. Lizenzgebühren für jede Bitcoin-ATM-Transaktion.

In den USA gibt es aktuell mehr als 9.400 Bitcoin-ATM. Schätzungsweise verzeichnen diese, laut Bots Inc. monatlich zwischen 130 und 180 Transaktionen. Aktuell ist aber nicht bekannt, ob diese Zahlen wirklich stimmen und ob die Technologie auch wirklich so entscheidend für das Betreiben eines BTC-ATM ist wie das Unternehmen behauptet.

Trotzdem hofft Bots Inc. darauf, dass es noch eine friedliche Einigung mit den in den USA ansässigen Geldautomatenbetreiber gibt, die sich ohne einen Rechtsstreit lösen lässt. Bots Inc. will den Betreibern anbieten, dass sie gemeinsam ein Konsortium gründen.

Darüber hinaus will das Unternehmen ein weltweites Bitcoin-ATM-Netzwerk entwickeln, das die Interoperabilität zwischen BTC-ATM unabhängig von der Firma, die das Gerät betreibt, ermöglichen soll.

Krypto-Community verurteilt den Einsatz von Patenten

In der Vergangenheit hat die Krypto-Community den Einsatz von Patenten zur Beschränkung des Zugangs zu Technologie scharf verurteilt. Der US-amerikanische Finanzdienstleistungsunternehmen Square im September ankündigte, es werde ein Konsortium zur Bekämpfung der Patentkontrolle in den Bereichen Blockchain und Kryptowährungen bilden.

Squares sogenannte „Crypto Open Patent Alliance“ will die Blockchain-Patente aller Mitglieder in einer gemeinsamen Bibliothek zusammenfassen um Innovation zu fördern. Dadurch soll die Krypto-Community vor weiteren Patentrechtsstreiten geschützt werden.

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