OpenSC: Mehr Transparenz im Konsum? WWF und BCG machens möglich

David Scheider

von David Scheider

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David Scheider

Kryptowährungen sind Davids Leidenschaft. Deshalb studiert er jetzt Digital Currency an der Universität Nicosia – und schreibt nebenher für BTC-ECHO. Von Bitcoin hält David einiges, vom allgemeine Hype um die Blockchain-Technologie eher weniger.

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In Zusammenarbeit mit der Boston Consulting Group lanciert WWF-Australia eine Blockchain-Implementierung für mehr Transparenz in der Lebensmittelbranche. Mit OpenSC können Verbraucher die Produktionswege von Fleisch- und Fischprodukten bald besser nachvollziehen.


Der Artikel wurde zuletzt aktualisiert am 26. Mai 2019 05:05 Uhr von Tanja Giese

Verbraucherschutz, Umweltschutz und ein bewussteres Konsumverhalten: Diese Dinge will WWF-Australia mithilfe von OpenSC befördern. Laut Pressemitteilung handelt es sich dabei um ein blockchainbasiertes System, das für das Tracking von Supply Chains in der Nahrungsmittelerzeugung zum Einsatz kommen soll.

Die Lieferkette wird transparent und fälschungssicher auf einer Blockchain abgelegt; Konsumenten müssen lediglich einen QR-Code scannen und können die verschiedenen Stationen sodann einsehen. Dies soll zu mehr Verantwortungsbewusstsein im Konsum führen.

„Durch OpenSC werden wir ein ganz neues Maß an Transparenz darüber haben, ob die Lebensmittel, die wir essen, zur Zerstörung von Lebensräumen und Arten sowie zu sozialer Ungerechtigkeit und Menschenrechtsfragen wie Sklaverei beitragen“,

heißt es seitens des CEO von WWF-Australia, Dermot O’Gorman.

Für die Richtigkeit der eingetragenen Daten soll ein RFID Tag sorgen. Beispielsweise können Fischer ihren Fang noch an Ort und Stelle tracken. Verbraucher können dann nachvollziehen, wo der Produktionsweg seinen Ursprung genommen hat.

Damit könnte der Achillesferse der Blockchain-Implementierung im Supply Chain Management Vorschub geleistet werden: Daten sind auf der Blockchain naturgemäß fälschungssicher – dass die Daten stimmen, ist aber keinesfalls gesichert. Gelangen Geodaten indes automatisch auf die Plattform – wie bei OpenSC angestrebt – darf der Verbraucher ruhigen Gewissens von ihrer Richtigkeit ausgehen.

Nach dem Fang, wir bleiben beim Fisch, fließen sodann weitere relevante Daten wie der Transportweg und Informationen über die Kühlkette in die Blockchain ein.

„OpenSC ist eine revolutionäre digitale Plattform, entwickelt von WWF-Australia und BCGDV“

BCG packt an

Tatkräftige Unterstützung bot indes die Digital-Ventures-Abteilung der Boston Consulting Group (BCGDV). BCGDV leistet seit geraumer Zeit Pionierarbeit in Sachen Blockchain-Anwendung im Supply Chain Management. Neben finanziellen Zuwendungen stellt BCGDV mit einem Netzwerk aus Software-Entwicklern auch inhaltliche Expertise zur Verfügung.

„OpenSC ist von großem Wert für Unternehmen, die sich für nachhaltiges und ethisches Handeln einsetzen. Zusätzlich zur Transparenz über die Herkunft eines Artikels, hilft OpenSC bei der Optimierung der Abläufe in der Lieferkette, senkt die Kosten und ermöglicht es den Herstellern, Probleme wie Produktrückrufe zu bewältigen.“

Wenngleich die Plattform zunächst in der Fisch- und Fleischproduktion zum Einsatz kommen soll, ist eine Erweiterung auf andere Güter wie Palmöl und Holz denkbar. Dies berichtet Reuters mit Verweis auf den Asien-Chef von BCGDV.

Blockchain auf dem Vormarsch

Blockchain-Lösungen im Supply Chain Management erleben aktuell einen regelrechten Boom. Über die Bestrebungen der Autoindustrie, das Mineral Kobalt via Blockchain zurückzuverfolgen, berichtete BTC-ECHO am 16. Januar.

Der Trend in Richtung mehr Transparenz in der Güterproduktion setzt sich also fort.

Blockchain machts möglich.

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