NVIDIA: Grafikkartenhersteller profitiert vom Mining

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Laut der gestern vorgelegten Quartalszahlen konnte die NVIDIA Corporation nochmals deutlich zulegen. Der Umsatz stieg im letzten Quartal 2017 im Vergleich zum Jahr davor um 34 % auf 2,91 Milliarden US-Dollar. Auch der oftmalige Verkauf hochpreisiger Grafikkarten für das Krypto-Mining hat zur positiven Unternehmensentwicklung beigetragen. Der Aktienkurs zog nach Bekanntgabe der Umsatzzahlen deutlich an.

NVIDIA hat gestern die Zahlen für das letzte Quartal 2017 bekanntgegeben und konnte die Erwartungen der Analysten klar übertreffen. Der Grund für das gute Geschäft ist die generell hohe Nachfrage nach Grafikchips. Das gilt sowohl für Spiele-Grafikkarten als auch für Rechenzentren oder beim Krypto-Mining. Miner von Kryptowährungen benötigen hochwertige Grafikkarten, die beim Verkauf vergleichsweise große Margen beinhalten. Unter dem Strich standen mit 1,78 Milliarden US-Dollar satte 71 % mehr als im Vorjahr in den Büchern des Herstellers. NVIDIAS Finanzchefin Colette Kress wollte die Krypto-Szene aber nicht zu sehr loben. Man fühle sich wie auch in der Vergangenheit vor allem mit den Gaming-Kunden verbunden. Die Trends bei den Kryptowährungen seien “ziemlichen Schwankungen unterworfen“, so Kress. Das zeigte sich, als das Unternehmen in der Vergangenheit seine Handelspartner aufforderte, den Verkauf bestimmter Grafikkarten zu limitieren, damit die Preise durch die Krypto-Miner nicht noch mehr in die Höhe getrieben wurden.



Anteil an den guten Ergebnissen hatte auch die im März 2017 veröffentlichte Spielekonsole Nintendo Switch, in der ein NVIDIA Tegra-Chip verbaut ist. Die Einnahmen aus der Tegra-Produktion sind um 75 % auf 450 Millionen US-Dollar geklettert. Der Einbau von NVIDIA-Chips in Datenzentren hat sich zudem verdoppelt. Im Gaming-Bereich konnte der Hersteller ein Wachstum von 29 % verzeichnen. Einzig beim Automobilgeschäft fährt der Hersteller nicht mehr an der Spitze mit. Im vergangenen Jahr konnte der Konzern in diesem Bereich weniger als 15 % Wachstum verbuchen. Damit lagen die Ergebnisse bereits das zweite Jahr in Folge unter den eigenen Erwartungen.

Erste Auswirkungen zeigt auch die US-amerikanische Steuerreform. Für das zurückliegende Quartal rechnet NVIDIA noch mit einer Steuerquote von 12 %, während in den Monaten davor 17 % an den dortigen Fiskus abgeführt werden mussten.

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Über Lars Sobiraj

Lars SobirajLars Sobiraj fing im Jahr 2000 an, als Quereinsteiger für verschiedene Computerzeitschriften tätig zu sein. 2006 kamen bei gulli.com als neue Schwerpunkte Netzpolitik und Urheberrecht dazu. Nachdem er bis Oktober 2012 dessen Redaktion leitete, arbeitet er nun bei verschiedenen Online-Magazinen auf freiberuflicher Basis und natürlich für sein eigenes Projekt, Tarnkappe.info. Außerdem bringt Lars Sobiraj an der Kölner Hochschule Fresenius Studenten für Sustainable Marketing & Leadership (M.A.) den Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken bei. Vor einiger Zeit erwuchs das Interesse am Thema Kryptowährungen, die glücklicherweise ohne die Kontrolle von Zentralbanken funktionieren. Sehr gerne möchte er seinen Teil dazu beitragen, dass Bitcoin & Co. nicht nur für reine Spekulanten von Interesse sind, sondern auch für die Frau und den Mann von nebenan.