Digitale Besitzrechte Nike patentiert Schuh-Token auf Ethereum Blockchain

Jutta Schwengsbier

von Jutta Schwengsbier

Am · Lesezeit: 2 Minuten

Jutta Schwengsbier

Jutta Schwengsbier arbeitet seit rund 30 Jahren als Journalistin und berichtet aus vielen Ländern über Themen, die die Welt verändern. Auch beherrscht sie mehrere Programmiersprachen und ist im Zuge dessen auf die Blockchain-Technologie aufmerksam geworden.

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Quelle: Shutterstock

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Nike Sneaker in limitierter Sonderauflage werden in China bereits wie Aktien gehandelt und mit Preisaufschlag weiterverkauft. Damit tatsächlich nur die Originalmodelle im Sekundärmarkt gehandelt werden, hat Nike jetzt einen Schuh-Token patentiert, der Besitzrechte über die Blockchain verifiziert.

Der US-amerikanische Sportartikelhersteller Nike hat gerade ein Patent für einen Schuh-Token auf der Ethereum Blockchain erhalten.

In der Patentschrift vom 10. Dezember meldet Nike ein Verfahren zum Patent an, mit dem ERC-721 Token mit einigen Schuhen und ihren digitalen Designvorlagen verbunden werden können. Dazu heißt es wörtlich in dem Dokument unter Punkt 1:

Verfahren zur Automatisierung der Erzeugung von kryptografischen digitalen Assets, die mit Schuhartikeln oder digitalen Designdateien verbunden sind, die diese repräsentieren.

Kundinnen und Kunden erhalten dadurch eindeutige Besitzer-IDs. Sie können ihre Schuh-Token nach dem Kauf über eine von Nike bereitgestellte Sneaker App entsperren. Zu den physischen Schuhen erhalten Kundinnen und Kunden digitale Designvorlagen, damit sie in der virtuellen Realität nicht ohne ihre Lieblingsschuhe auskommen müssen.

So will Nike einerseits gegen der Verkauf von Fälschungen vorgehen. Andererseits will sich der Sportartikelhersteller damit auch seine Präsenz in den neuen virtuellen Welten sichern.

Das Patent räumt Nutzern das Recht ein, die digitalen Schuhe zu klonen. Entsprechend können Avatare die digitalen Kopien mit unterschiedlichen Farben oder anderen Ausstattungsmerkmalen tragen:

‘Zuchtrechte’ für einen digitalen Schuh werden durch eine oder mehrere realistische Herstellungsbeschränkungen geregelt. Die Eigentumsrechte für jede nachfolgende Generation eines digitalen Schuhs können an den ursprünglichen, realen Schuh über einen Verschlüsselungscode für das ursprünglich zugehörige virtuelle Produkt gebunden werden,

heißt es dazu wörtlich im Patent.

Limitierte Nike-Schuhmodelle wie Aktien gehandelt

Besonders in China sind Nike Sneaker, die nur in einer stark limitierten Anzahl verkauft werden, ein Renner. Teilweise werden solche Modelle auf Handelsplattformen für gebrauchte Schuhe mit einem Preisaufschlag von bis zu 60 Prozent weiterverkauft, berichtete die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua bereits Anfang dieses Jahres. Modische Schuhe seien zu richtigen Wertanlagen geworden wie Aktien und Futures.

Über die Blockchain erhält Nike nicht nur eine bessere Kontrolle über seine Schuhe. Bekannte Marken mit Millionen von Kundinnen und Kunden in der analogen Welt haben deutlich bessere Möglichkeiten als Start-ups, im Zukunftsmarkt für neue digitale Dienstleistungen weiter eine entscheidende Rolle zu spielen.

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